Saison 2013/14

Verbandsrunde 2013/14

1.-3. Mannschaft 13.04.'14

1.+2. Mannschaft

Die Hoffnungen der 2. Mannschaft auf den zweiten Sieg in dieser Saison am letzen Spieltag der Saison 2013/2014 in der Bezirksklasse waren groß vor dem Kampf gegen Karlsdorf. Berechtigt war auch die Rechnung mit einem Sieg den Klassenerhalt schaffen zu können.

Mit der stärksten Mannschaftsaufstellung der ganzen Saison wollten wir dies am letzten Sonntag also angehen. Die 1. Mannschaft verzichtete auf starke Ersatzspieler aus der 2. Mannschaft und nahm sich 2 Spielern aus den hinteren Brettern, sowie einen Spieler aus der 3. Mannschaft, um ihre 3 fehlenden Spieler zu ersetzen. Die 2. Mannschaft war verstärkt durch Dirk Ripp aus der 1. Mannschaft, sowie mit Michael Kayser und Alexander Fischbach seinen 2 DWZ stärksten Spielern, die in dieser Saison bis dahin nicht so oft spielen konnten, sowie Stephan Schade, Michael Teutsch, Vassili Terzis, Andreas Liedhegener und Johann Gröning.

Leider ging es in der 1. und 2. Mannschaft, die beide ein Heimspiel hatten, auf dem eigenen "Platz"  verspätet los. Ich hatte mein Handy zu Hause liegen lassen und die Email von Alexander mit der krankheitsbedingten Absage am frühen Morgen des Spieltages nicht gelesen, so dass der Spieltag erst mit 15 Minuten Verspätung begann. Die 1. Mannschaft spielte nur mit sieben Mann, weil Christian Buggle dann doch noch in der 2. spielen durfte (vielen Dank an Bernd für die Geduld und das Opfern der Zeit und eines Spielers). Vielen Dank auch an Michael Walther, der in der 1. Mannschaft ausgeholfen hat.

Die 2. Mannschaft war immer noch sehr gut aufgestellt und es ging perfekt los: Johann an Brett 8 gewann sehr schnell und brachte die 2. Mannschaft früh in Führung und auf den hinteren Brettern sah es auch sehr gut aus. Andreas an Brett 6 und Christian an Brett 7 hatten sehr komfortable Stellungen mit Mehrbauer und Angriff auf dem Brett. Leider sah es vorne nicht ganz so gut aus. Dirk an Brett 1 und Michael K. an Brett 2 hatten irgendwo ein Qualität eingebüßt und bei Michael K. fehlte zusätzlich noch ein Bauer. Stephan an Brett 3 stand ziemlich gedrängt, bei Michael T. an Brett 4 sah es optisch gut aus und bei mir an Brett 5 waren meine Angriffschancen nach dem Einstellen eines wichtigen Zentrumsbauern nur noch in meiner Phantasie, also ein einziger Wunschtraum.

Ziemlich überrascht hat mich dann doch der schnelle Verlust von Stephan, so dass durch die relativen leicht zu kalkulierten Niederlagen von Michael K. und mir, sowie den zu erwarteten Siegen von Andreas und Christian wir plötzlich mit 3:3 da stehen würden. Dirk hätte mit Qualität weniger auf jeden Fall mindestens Remis machen und Michael T. hätte gewinnen müsste, damit wir den Mannschaftskampf noch hätten gewinnen können. Michael T. heizte nochmal die Hoffnung an, als er, für mich auch überraschend schnell, den Sieg meldete und nachdem Michael K. und ich unserem Schicksal erlagen stand es 2:3 für Karlsdorf bei 2 Siegpartien für uns an dem letzten Brettern und unserem bestem Spieler, der alle spielerischen und psychologischen Tricks auspackte.

Der Spieltag war nach der Zeitkontrolle noch lange nicht zu Ende, denn alle 3 restlichen Partien gingen noch in die Verlängerung, bei Dirk und Andreas sogar ins "Elfmeterschießen". Der Gegner von Christian gab mit einem Bauer und einer Qualität weniger auf, als er es nicht mehr schaffen konnte den leicht eingesperrten Turm mit dem Springer zu fangen, also stand es 3:3.

Kurz vor 16:00 fand Dirks Gegner doch den Weg, wie er die 2 Mehrbauern und den Läufer von Dirk mit seinem Turm stellen konnte und zwang Dirk zur Aufgabe und uns zum 3:4. Andreas machte es besonders spannend und als beiden Spieler weniger als 5 Minuten auf der Uhr hatten, endete die Partie doch noch mit einem Sieg für Andreas zum 4:4, trotz der zwischenzeitlich Angst der anderen 4 heimischen Mitspieler, die noch bis zum Ende anwesend waren, dass die Partie zum Remis gekippt war.

Die 2. Mannschaft hat gut gekämpft und gegen die stärkst mögliche Mannschaft aus Karlsdorf, die mit Ranglistenplatz 1 bis 8 gespielt haben, ein respektables Ergebnis geholt. Hat es noch zum Erhalt der Klasse gereicht, der bei eine Niederlage von KSF 5 noch möglich gewesen wäre? Leider nein, denn auch KSF 5 hat ein 4:4 geholt und somit steigt die 2. Mannschaft in die A Klasse ab.

Vielen Dank an aller Spieler für den tollen Kampf!

Vassili


3. Mannschaft

Parallel dazu spielte die 3. Mannschaft zum dritten Mal in Folge im weit entfernten Durlach. Wie fast die ganze Saison trat Durlach zu siebt an. Es wäre unklug gewesen uns zu arg über das geschenkte Brett zu freuen, da Durlach in der letzten Saison zu sechst gegen uns antrat und 4,5:3,5 gewann. Abgesehen davon musste etwas dahinter stecken, wenn sie gegen uns um den zweiten Tabellenplatz und damit um den Aufstieg spielten. Der Gewinner des Spieltags würde ihn bekommen.

Nachdem Tim immer mehr in den Figurennachteil geriet, Davis Remis spielte und Oliver bei drei Mehrbauern gegen einen Springer die Felder in der Verteidigung ausgingen, waren wir inklusive Gerts spielloses Brett bereits 1,5:2,5 im Rückstand.

Die nächsten Partien zogen sich hin und man achtete untereinander mehr auf die Stellungen der anderen, ob vielleicht ein schnelles Remis am eigenen Brett möglich ist oder weiter gekämpft werden muss. Nach Helmuts klassischem Durlach-Majewski-Damenopfer wurde es mit 1,5:3,5 noch enger. Silke spielte aus diesem Grund weiter, jedoch hielt ihr Gegner ihrem eigentlich guten Angriff stand und gewann. Das war das Zeichen für Ralphs Gegner aufzugeben, sowie das Zeichen für mich nochmal Remis anzubieten, da mein Gegner mit mittlerweile einem Mehrbauern zwar besser stand, aber nicht so schnell gewinnen würde.

So blieb uns ein 3:5, wobei wir erfreulicherweise in der saisongeplanten Aufstellung spielten konnten, um in der letzten Runde alles geben zu können.

Nils


Die dritte Mannschaft in Durlach

1.+2. Mannschaft 23.03.'14

1. Mannschaft

Die erste Mannschaft hat durch einen Sieg in Mühlacker den Klassenerhalt erreicht.

Besonders zu loben ist die Vorbereitung von Robert und dass die Jüngsten anderthalb Punkte geholt haben. Der Gegner trat zu siebt an. Auch diejenigen, die nur spielen, wenn die Mannschaft in Gefahr ist, haben ihre Zusage eingehalten. Die gesamte Mannschaft verdient ein Lob.

- bg -


2. Mannschaft

Am 8. Spieltag ist die 2. Mannschaft trotz der Ausfälle von 3 Stammspieler mit der DWZ stärksten Formation der ganzen Saison in Sulzfeld angetreten, um das Wunder Nichtabstieg zu schaffen.

Trotzdem waren wir, wieder mal, an allen Brettern von der DWZ komplett unterlegen und Sulzfeld hat die stärkste Mannschaft aufgeboten, die sie konnten, als ob sie schon geahnt hatten, dass wir nicht zum Abschlachten gekommen waren.

Zuerst steuerten wir das falsche Spiellokal an und danach machten wir einen kleinen Spaziergang zum 2. Spiellokal, um frische Luft zu schnappen. Dann ging es aber, mit 10 Minuten Verspätung, los.

Nach über 2,5 Stunden stand Stephan am ersten Brett nicht so gut, Andreas Liedhegeners Gegner an Brett 4 hatte sein Läuferopfer nicht richtig berechnet und stand 2 Züge später und Damentausch mit einer Leichtfigur und einen Bauer weniger auf Verlust. Michael an Brett 2 stand solide, aber mit verschiedenfarbigen Läufern nicht gerade sicher auf Gewinn. Ich stand an Brett 3 im Morra Gambit optisch überlegen, aber halt mit einem Bauern weniger. Bei Andreas Neumaier an Brett 6 hatte ich große Befürchtungen, dass er sich mit seinen ungeliebten schwarzen Steinen in den Verlust manövriert hatte und bei Johann sah ich keine Gewinnchance.

Also war es schwer den Wunsch von Helmut an Brett 5 und Nils an Brett 7 nach Remis, zu beurteilen. Nachdem ich das Gefühl hatte, dass beide mit dem Remis zufrieden waren und ich sie nicht unbedingt zum Sieg drängen sollte, hatten wir den ersten Punkt im Mannschaftskampf. Nils Stellung war wie die des Gegners mit mehrfach drohendem Angriff, aber solider Verteidigung, so dass jeder leichtfertige Angriff nicht zum dauerhaften Erfolg geführt hätte, sowie ein Figurenabzug aus der Verteidigung dem Gegner die Möglichkeit zum Angriff geboten hätte. In der Analyse zeigte sich, dass sein Gegner leicht besser stand und das angenommene Remis eine gute Entscheidung war.

30 Minuten später gab Andreas Neumaiers Gegner zu meiner Überraschung Remis und auch Michael einigte sich mit seinem Gegner auf Remis. Beim Stand von 2:2, einer Verlustpartie an Brett 1, eine Gewinnpartie an Brett 4 und Johann der Remis halten könnte, habe ich mir ausgerechnet: Mit einem Gewinn von mir haben wir den Mannschaftskampf gewonnen!

Wenn ich geahnt hätte, dass Johanns Gegner 10 Minuten später einen Fehler macht und die Partie einstellt, dann hätte ich doch eine andere Variante gewählt, oder gar versucht meinem Gegner Remis anzubieten, solange er wenig Zeit auf der Uhr hatte (<15 Minuten für 22 Züge) und meine Stellung noch gut aussah. Leider konnte ich nicht hellsehen und das Schicksal nahm seinen Lauf. Stephan gab auf und meine Stellung verschlechterte sich zunehmend und ich spielte bis zum Matt. Andreas Liedhegeners Gegner hat auch noch lange versucht seinen Verlust abzuwenden, doch ergab er sich nach über 4 Stunden doch der logischen Konsequenz seines enormen Materialnachteils und wir hatten ein 4:4.

Schade, dass es nicht zu einen Sieg gereicht hat, aber ich denke das war eine starke Mannschaftsleistung, wir haben eine tolle Moral gezeigt und auch die Stimmung war blendend vor und nach dem Spiel und keinesfalls sahen wir, wie ein Abstiegskandidat aus (auf den Bretten, nicht bei den DWZ).

Unser Abstieg ist immer noch nicht besiegelt und es besteht immer noch die Chance die Klasse zu halten. Vielen Dank nochmal an alle, die gespielt haben. Ich hatte selten so ein positives Gefühl nach einer Verlustpartie von mir und mein innerlicher Ärger, dass ich nicht zum Gewinn beitragen konnte, war ob der guten Stimmung nur von ganz kurzer Dauer.

Ich hoffe, dass wir das nächste Mal wieder so gut drauf sein werden. Egal ob wir die Klasse halten, oder absteigen: Hauptsache ist wir fühlen uns gut und haben Spaß.

Vassili


Die 2. Mannschaft in Sulzfeld

4 Mannschaften 04.02.'14

Beim Heimspiel der ersten und zweiten Mannschaft gab es einen 4,5:3,5 Sieg und eine 3,5:4,5 Niederlage.

Die erste traf auf eine ausgeglichene Mannschaft vom SC Waldbronn und fuhr an den letzten vier Brettern mit 2,5 von 4 weniger Punkte als erhofft ein, was jedoch die vorderen vier Bretter mit 2 aus 4 ausglichen.

Die zweite war gegen Tabellendritten Post Südstadt Karlsruhe an allen Brettern mindestens 100 DWZ schwächer besetzt. Umso erstaunlicher war es, dass sie mit 3,5:4,5 nahe an Punkte kamen.


Die erste und zweite Mannschaft beim Heimspiel

Die dritte Mannschaft musste wieder auf Spieler verzichten und erreichte trotzdem ein 4,5:3,5 gegen den SK Ettlingen 5. Damit steht die Mannschaft vor zwei spielfreien Runden auf Tabellenplatz drei.

Die vierte Mannschaft war das Opfer der Spielerabzüge und trat zu dritt gegen den SK Jöhlingen 3 beim 0,5:3,5 an.

Nils Gräber

2. Mannschaft 12.01.'14

Das Daumen drücken nach dem letzten Spieltag half sofort beim ersten im neuen Jahr. Das Kellerduell gegen KSF 5 verlief zunächst weitestgehend ausgeglichen.

Michael und sein Gegner spielten lange Zeit wenige Züge bis es schließlich schnell ging und Michael eine Figur weniger hatte, die zur Niederlage führte. Ich lehnte das Remisangebot in Zug 31 trotz 0:15 std zu 1:15 std Restzeit ab, da mein Gegner über die letzten zehn Züge einen Bauern verlor und gerade seinen Turm gegen Springer tauschte. So stand es 1:1.

Jan hatte im Endspiel mit dem Mehrbauern des Gegners zu kämpfen, der einzulaufen drohte und unter Zeitdruck noch schwerer (mit seinem schwarzen Läufer gegen Springer) abzufangen war. Nach schnellen Zügen und trotz des in den letzten Sekunden ausgeführten 40. Zugs blieb Jan nichts Anderes als seinem Gegner zu gratulieren. Kurz darauf gab Johanns Gegner auf, da Johann mit einem Mehrbauern und aktiver Stellung erneut nicht zu schlagen war. Ausgleich 2:2.

Ralf war im leichten Materialvorteil, was die Stellung jedoch ausglich und sie sich auf Remis einigten. Da Christian und Helmut bereits im Materialvorteil waren und es bei Andreas ausgeglichen aussah lief alles gut. Helmut verringerte seinen Materialvorteil, aber griff bald den König seines Gegners mit schwarzem Läufer und Dame gefährlich an. Anstatt welche der fünf Bauern seines Gegners mit gleichzeitigen Schachdrohungen auszudünnen entschied sich Helmut die Damen sofort abzutauschen. Es sah nicht mehr so einfach aus, aber Helmuts drei Bauern und schwarzer Läufer schafften es dennoch die übrigen fünf Bauern aufzuhalten und das 3,5:2:5 zu holen.

Christians Gegner zögerte die Niederlage in aussichtsloser Stellung lange heraus, da das Ergebnis von Andreas nicht absehbar war. Er musste trotzdem das 4,5:2,5 folgen lassen. Andreas Mehrbauer und Springer gegen schwarzen Läufer und beidseitig an Bauernverlust gefesselte Könige führten zum Remis und dem 5:3 Mannschaftssieg.


Die zweite Mannschaft beim KSF im Bürgerzentrum Südstadt

Nils Gräber

2. Mannschaft 08.12.'13

Kurzfristige Ausfälle ließen die zweite Mannschaft zu siebt antreten. In einer Liga in der man auf dem Papier als schwächste Mannschaft zählt, wird der Kampfgeist besonders gefordert.

Nachdem Andreas und Nils dankbar das Remisangebot der beiden ca. 500 DWZ Punkte stärker eingestuften Gegner annahmen und Johann seine Partie souverän gewann, stand es 2:4. Michael und Vassili hielten am längsten durch, hatten jedoch wenig Chancen gleich beide vollen Punkte zu holen. Das Endergebnis 2,5:5,5 spiegelt die Spielstärke der Mannschaften wider.

Daumen drücken für das nächste Jahr!


Die zweite Mannschaft in Graben-Neudorf

Nils Gräber

3. Mannschaft 17.11.'13

Bekanntlich können wir in unserem kleinen, aber gemütlichen Vereinsraum immer nur zwei Mannschaften spielen lassen. Zufällig waren unsere 3. und 4. Mannschaft heute gemeinsam in der diesjährigen 2.Verbandsrunde beim großen KSF zu Gast. Unsere vierte spielte gegen KSF 8 mit Linus Koll am Spitzenbrett. Wie in der ersten Runde musste unser Jugendcoach Anton Dunsche selbst ans erste Brett - und ebenso ging es wieder 0:4 aus....

Aber sie wollen sich dadurch nicht entmutigen lassen und haben bereits einen Gegner im Visier, gegen den sie punkten wollen. Nur Anton hat sich vorgenommen, in Zukunft nicht mehr so viele Schachspieler zu behandeln....

Unsere dritte musste gegen KSF 6 ran. Und hier kam es zu einem Novum in der jüngeren Badischen Verbandsgeschichte: Die Mannschaftsaufstellungen war getan, die Bretter für alle 8 Begegnungen frei gegeben - doch beim KSF  fehlte der Spieler am 5. Brett. Als unsere  Mannschaftsführerin das bemerkte rief sie "HALT STOP, noch nicht beginnen!", doch die Jugendlichen an den drei letzten Bretter hatten in ihrer Spielfreude bereits die ersten Züge getan. Mannschaftsführer Klingenberg wollte noch auf den fehlenden Spieler warten. Also drückten wir alle Uhren.

Weil zudem dieser Spieler gar nicht mehr erscheinen würde, kam Herr Pochmann mit einer besseren Idee: Lukas Koll kommt ans 1. Brett (weil seine Mannschaft spielfrei hatte, er aber von der Rangliste her nicht ans fünfte Brett durfte) und die bisherigen vier ersten rücken ein Brett herunter.

Meine Bemerkung, ganz schön chaotisch, wollte Herr Pochmann nicht auf sich sitzen lassen und meinte, dass er schließlich 7 Mannschaften betreuen müsse - was allerdings so auch nicht ganz stimmt, denn unsere auch im Bezirk äußerst aktive Kristin Wodzinski ist eigentlich für die letzten drei zuständig. Nur war sie auch noch mit einem parallel laufendenden Jugendturnier (mit 10 nicht im Einsatz befindlichen Spielern/-innen - meine Anerkennung für ihre Jugendarbeit!) beschäftigt. Und schließlich hat ja jede Mannschaft noch ihren Mannschaftsführer.

Da wir aber bekanntlich ein spielfreundlicher Verein sind und unseren Jugendlichen lieber Spielpraxis als Punkte am grünen Tisch verschaffen wollen, stimmten wir diesem Vorschlag zu - auch wenn er gegen die Regeln war!

So weit so gut - und manch einer wird sich vielleicht Fragen, was schreibt er da so groß herum drüber? Nun, ich habe Schachfreund Pochmann – den ich insgesamt ‘nen prima engagierten Menschen finde, nur um irgendwelchen Internetgefechten gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen -  nicht nur als sehr aktiven, sondern auch als sehr konsequenten Anwender der Regeln erlebt - wenn es zum Vorteil seines KSF ist!! Deshalb möchte ich allen Vereinen diese Information verschaffen, falls sie einmal gegenüber dem KSF in solch eine Situation gelangen. Und mal sehen, ob er dann auch so großzügig ist....

Ansonsten hab nur ich mich wieder aufgeregt, weil ich meinen Mehrbauern in guter Stellung mit einem wieder fast zwanghaft falschen Zug hergab und völlig frustriert ins Remis einwilligte. Da aber sonst nur noch unser Youngster Julian einen Punkt abgab während alle anderen ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, konnten wir mit einem - wie bereits in der letzten Saison üblichen - 6,5: 1,5 nach Hause fahren. In der Hoffnung, dass uns dieses Jahr nicht wieder ein halber Punkt zum Aufstieg fehlt.

Helmut M


Die 3. und die 4. Mannschaft im Bürgerzentrum Südwest, wo alle zehn Mannschaften der Karlsruher SF spielten.

3. Mannschaft 20.10.'13

Die 3. Mannschaft in der Kreisklasse C2 trat in der ersten Runde am 20.10.2013 gegen den Absteiger aus der Kreisklasse B - also sicherlich einen der Favoriten - an: Heimspiel gegen SK Blankenloch 2. Durch sehr viele Absagen in der zweiten Mannschaft musste die dritte auf drei Stammspieler verzichten – keine besonders gute Voraussetzung für dieses Spiel.

So kam die Mannschaft auch gleich zu Beginn in Rückstand, indem Helmut Löffel an Brett 7 ohne besondere Gewinnchancen verlor. Gert Matzke konnte seinen Wiedereinstieg ins Turnierschach mit einem souveränen Sieg feiern. Die Spielerfahrung aus Landesliga und Bezirksklasse hat offenbar auch nach 40 Jahren Pause noch ein gutes Gespür für sichere Partieanlage und Stellungsbilder hinterlassen. In Tims Partie ging es auf und ab. Mit leichtem Materialvorteil hat er in verwickelter Stellung Gewinnmöglichkeiten ausgelassen. In völlig verlorenem Endspiel sah er eine kleine Chance: den Gegner ins Patt locken. Und tatsächlich, die Idee hat geklappt. Patt! - mit einer ganzen Dame weniger. Tobias kam nach Fehlern in der Eröffnung nicht richtig zum Zuge. Die vielleicht einzige Möglichkeit, sich aus der gedrückten Stellung zu befreien, hat er leider nicht wahrgenommen. So stand es 1,5:2,5 als an den Brettern 5 – 8 die Partien beendet waren. 


An den Brettern 1 – 4 wurde deutlich länger gekämpft. Ralphs Partie hatte sehr gut begonnen. Zu viele abwartende Züge haben seinen Gegner allerdings wieder aufgebaut. Trotzdem war die Partie letztendlich sicher gewonnen. Auch Silke spielte nach leichtem Stellungsvorteil in der Eröffnung ein sehr ausgeglichenes Mittelspiel. Durch mehrere  kleinere Fehler ihres Gegners konnte sie im Endspiel den Gewinn sichern.
Damit stand es 3,5:2,5, und an den Brettern 3 und 4 wurde um den Mannschaftssieg gekämpft. Nils hatte zeitweilig zwei Mehrbauern, musste aber inzwischen den wertvolleren wieder hergeben. Helmut M. konnte seine schon fast verlorene Stellung in ein Remis verheißendes Endspiel retten. Nachdem er schon seinen 40. Zug mit nur noch genau einer Sekunde auf der Uhr absolviert hatte, kam er auch im Endspiel wieder in Zeitnot. Als nach 5 ½ Stunden Spielzeit die letzten Züge bis zum sicheren Remis durchzählbar waren, blieben immer noch zwei Minuten. Das war Grund genug, dass Nils – mit einem Mehrbauern, aber schwieriger Stellung – seine kräftezehrende Partie durch dreimalige Zugwiederholung mit Remis beenden konnte (4:3). Dann wurde es richtig spannend: Helmut M. musste durch einen Königszug das Durchziehen seines Freibauern sichern, zog aber stattdessen den Bauern. Der Gegner nutzte die Gewinnchance nicht, zog auch seinen Bauern weiter statt Helmuts Bauern mit dem König aufzuhalten.  Doch dann passierte es: Helmut zog wieder den Bauern, und dieses Mal bemerkte der Gegner den Gewinnzug.

Insgesamt also ein 4:4-Unentschieden für die dritte Mannschaft, auf das man trotz des nur knapp verpassten Sieges wohl stolz sein darf.
S. Pollandt