Saison 2008/09

Ettlingen 5 – Pfinztal 3 (Relegationsspiel) Heute ging es für uns um alles oder nichts. Dies war das wichtigste Spiel in der ganzen Saison. Wer verliert, steigt ab, wer gewinnt bleibt in der B-Klasse. Bei einem Unentschieden galt die Berliner Regel. Wenn es dann immer noch Unentschieden stehen würde, käme es drauf an, wer an Brett 1 gewänne.
Wir waren mal wieder super besetzt. Deshalb fuhren wir mit viel Hoffnung nach Ettlingen. Dort aber erwartete uns ein sehr schwerer Brocken. Dies waren die leicht favorisierten Ettlinger aus der 5. Mannschaft, welche mit einer recht jungen Mannschaft antraten. Wir spielten mit folgender Aufstellung:
Brett 1: Helmut Majewski
Brett 2: Andreas Liedhegener
Brett 3: Tobias Bandle
Brett 4: Felix Reinhardt
Brett 5: Oliver Zind
Brett 6: Helmut Löffel
Brett 7: Johannes Dunsche
Brett 8: Silke Pollandt
Motivator/Mannschaftsführer: Anton Dunsche
Und ich kann ihnen versprechen, dass es richtig, richtig spannend war:
Wir fingen dann um Punkt 10.04 Uhr an. Am Anfang spielten wir alle relativ ausgeglichen.
Nach 1 einhalb Stunde dann kam die erste Hiobsbotschaft: Felix verlor. Das war echt schlimm.
Für mich war das wie ein Schlag ins Gesicht, da ich blöderweise auch noch schlechter stand.
Doch zum Glück glich Oliver postwendend aus. Das war das, was wir brauchten. So konnten wir wieder hoffen. Doch wenn man so die Bretter überflog, musste man zugeben, dass die Ettlinger etwas besser standen. Doch wir spielten unermüdlich weiter, ja wir kämpften richtig gegen den Abstieg. Doch nach 2 Stunden verlor unser Urgestein Helmut Löffel. Sein Gegner hatte im Endspiel einen Bauer mehr und brachte diesen konsequent durch. So setzte er Herrn Löffel, trotz großem Kampf, mit der Dame matt. Zu dieser Zeit glich ich meine Stellung aus.
Nun passierte eine halbe Stunde lang nichts mehr. Nach dieser halben Stunde, in der wir mit 2:1 zurücklagen, verlor Tobias einen Läufer. Nun standen die Zeichen echt schlimm für uns.
Die Ettlinger wurden stärker und stärker. Doch glücklicherweise konnte ich meinen Gegner nach einer relativ ausgeglichenen Partie dann mattsetzten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt zwar nur einen Bauern mehr, aber es gelang mir nach einem Fehler von meinem Gegner trotzdem.
Jetzt wurde es richtig spannend. Tobias stand deutlich schlechter, Andreas stand leicht schlechter, Helmut stand ganz leicht besser. Doch unser 100-Prozent-Garant, Frau Pollandt, stand überraschenderweise an Brett 8 nur ausgeglichen. Ihr Sohn Tim hat heute Geburtstag, hier einen herzlichen Glückwunsch. Zurück zum Spiel: Tobias, der ja schlechter stand, verlor dann auch. Trotzdem kämpften die anderen weiter, und sie wurden belohnt: Helmut glich zum 3 zu 3 aus. Ja! Wir hatten wieder Chancen. Nun warteten wir aber ewig. Und noch länger. Und noch länger. Einfach nur ewig. Und dann ging es aus wie es kommen musste: Ja, das war ja klar. Beide spielten Remis. Wie gesagt, es zählt nach Berliner Regel. Zum Glück hatten wir ja einen Berliner in der Mannschaft, der die Regel schnell ausrechnen konnte. Doch das Ergebnis davon war echt der Hammer. Es stand nämlich 14 zu 14 nach ihr. Nun zählte also Brett 1. Und da Helmut an Brett 1 gewann, sicherten wir uns den Klassenerhalt. Das war richtig spannend. Und so lud uns der Vereinsvorstand in Person Helmuts zu einem erfrischenden Eis ein. So aßen also Helmut, Andreas, Tobias, Felix, Anton und ich ein wunderschönes Eis. Das war der beste Saisonausklang, den ich mir vorstellen konnte.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Helmut, Andreas, Tobias und Herrn Löffel riesig bedanken, die fast die ganze Saison über gespielt haben. Genauso geht mein Dank an Frau Pollandt, Tim, Jonas, Felix, Oliver Zind, die immer wenn sie gebraucht wurden, zur Stelle waren und zuverlässig gespielt haben. Danke auch an Dominik Bardon, Michael Crone und Andreas Neumaier, die immerhin 1 oder 2 mal gespielt haben. Außerdem möchte ich mich riesig bei Dirk und Klaus für das tolle Jugendtraining bedanken, genauso wie meinem Vater, der viel für die dritte Mannschaft getan hat und ohne den wir oft nicht komplett gewesen wären.

Johannes Dunsche


Relegationsspiel 'gewonnen'

Wir haben heute gegen Ettlingen das Relegationsspiel mit 4:4 gewonnen (wie bitte???)

 

Berlinerwertung war auch gleich, aber wir haben am 1. Brett gewonnen!!!!

 

Hurra ;-)

 

 


Saisonabschlussbericht und Statistik

Wie gewohnt gibt es auch dieses Jahr einen abschließenden Bericht mit einer Einzelkritik, um zu sehen was wir nächstes Jahr besser machen können.

Dazu erstmal etwas Statistik:

Name Punkte Einsätze Gegnerschnitt DWZ DWZ-Leistung alte DWZ
Klaus Zeier 4 8 2176 2176 2080
Peter Ewald 1 8 2120 1827 2022
Rober Zeier 1,5 6 2136 1941 2076
Bernd Giacomelli 4 8 2070 2070 2045
Peter Köster 3 8 2044 1956 1975
Michael Gassner 3,5 7 2012 2012 2028
Dirk Ripp 3,5 7 1901 1901 1923
Gerald Fischbach 2,5 + 1 ok 6 + 1 ok 1930 1875 1861
Michael Kayser 1 5 1897 1664 1831

Hinzu kommt noch der kampflose Mannschaftskampf gegen Ladenburg 2. Leider konnte außer mir am Spitzenbrett niemand beträchtlich über seinem Niveau spielen. Bernd war mit einem Superstart auf einem guten Weg, kam aber nach 0/3 in den letzten Runden nur leicht ins Plus. Peter Ewald, Robert und Michael Kayser blieben leider ziemlich deutlich unter ihren Möglichkeiten, was ich aber hauptsächlich als Formschwäche interpretiere. Der Rest des Teams schaffte in etwa sein Soll, was man in der Verbandsliga erst mal schaffen muss. Ausdrücklich lobenswert ist, dass wir es erneut geschafft haben mit nur 9 Spielern die gesamte Saison zu bestreiten. Die große Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit ist für unseren Erfolg in den letzten Jahren grundlegend gewesen und ich hoffe, das sich daran auch in den nächsten Jahren nichts ändert.

Eine genaue Zielsetzung für die nächste Saison in der Landesliga verbietet sich zu diesem Zeitpunkt noch, aber wir sollten auf jeden Fall eher in der oberen Tabellenregion zu finden sein. Für höhere Ziele wären Verstärkungen sicher nicht das Schlechteste. Da auch der zweiten Mannschaft nach dem lange ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse eine schwierige Saison bevorsteht, heissen wir ausdrücklich jeden bei uns willkommen, der uns nächste Saison weiterhelfen will.


Trainingsabend

Jeden Mittwoch ab 18:00 Uhr (wir beginnen mit dem Jugendtraining)

Friedrichstr. 11

76327 Pfinztal

 

Gäste sind willkommen, natürlich sind auch Anfänger herzlich willkommen.


Bezirksklasse wir kommen!

Nachdem wir im direkten Duell mit Rheinstetten keinen Boden gut machen konnten, war es klar, dass wir die 2,5 Brettpunkte Vorsprung und den ersten Platz nur mit vielen Brettpunkten und zwei Siegen aus den letzten zwei Spielen ins Ziel retten konnten.

Gegen Karlsbad II und Durlach II sollte das kein Problem darstellen und los ging es gegen nur fünf Gegner in Langensteinbach. Es ist schon traurig, dass Karlsbad es nicht geschafft hat zu Hause eine komplette Mannschaft aufzustellen und wir so an gleich drei Brettern kampflos zu Punkten kamen. Aber auch das was an Gegnern aufgeboten wurde, war keine Herausforderung für unsere starken Aufstellung, diesmal wieder mit Michael Kayser an Brett 1.

Bei einer Gewinnerwartung von 99% spielte Vassili Terzis an Brett 5 eine langweilige Partie, nachdem sein Gegner ein Matt im 9. Zug „erfolgreich“ verteidigte um schnell in ein Endspiel mit weniger Qualität und Bauer zu kommen. Noch vor Vassili fertigte Jan Bauer an Brett 2 seinen Gegner ab, so dass es nach nicht mal 2 Stunden 5:0 für uns stand und auch bei Ralf Gassner an Brett 4 und Stephan Schade an Brett 3 sah es vorteilhaft aus. Auf meine Aussage, dass wir heute um sehr viele Brettpunkte spielen antwortete Ralf: „wir spielen um unsere DWZ!“ und sein Gegner gab kurze Zeit später auf.

Der Einzige der Probleme zu haben schien war, zu unserer aller Überraschung Michael, dessen Gegner es geschafft hatte im Morra Gambit einen zweiten Bauer zu gewinnen und die Damen zu tauschen. So war es auch nicht verwunderlich, dass Michael kurz bevor er einen der Bauern zurückgewinnen konnte, ein Remisangebot des Gegners annahm.

Wir hätten alle zeitig zu Hause seinen können, aber weder die Gegnerin vom Stephan noch er selbst hatten Erbarmen mit uns. Sie spielte eine verlorene Stellung weiter ohne ein bisschen von der vielen Zeit, die sie überlegte, an Aufgabe zu denken und er wählte keinen direkten und schnellen Weg, um sie davon zu überzeugen. Aber auch das lange Überlegen half nicht, auch Stephan steuert seinen ganzen Punkt zum 7,5:0,5 Sieg bei. Auf der Fahrt nach Hause spekulierten wir schon wie viele Punkte wir wohl mit diesem Kantersieg gut gemacht hatten.

Punkte gut gemacht? Rheinstetten machte 0,5 Punkte gut, denn sie gewannen gegen 5 Gegner von Slavija III mit 8:0 und so war der Vorsprung vor dem letzen Spieltag nur noch 2 Brettpunkte. Naja Durlach II, die gerne mit 1-2 Mann weniger spielen, sollte wohl ein leichterer Gegner für uns sein, als Ettlingen für Rheinstetten.

Pustekuchen! Durlach II stellte eine der besten Mannschaften, die wir in diese Saison begegneten, gegen uns. Wir waren trotz guter Aufstellung (nur Michael Kayser fehlte, weil er in der ersten Mannschaft aushelfen musste, zu unserer besten Aufstellung) schlechter im DWZ Schnitt, als unser Gegner. Die AH, die da antrat, hatte nichts mit dem Opfer zu tun, das wir erwartet hatten und schnell zeigte sich, dass die viele Erfahrung, die da spielte uns sogar eine Niederlage hätte zufügen können.

Als ich das erste Mal auf meine Nachbarbretter schaute graute es mir vor den Augen. Christian Buggle an Brett 7 stand mit Rochade versaut, König in der Mitte und Bauer und Stellung weniger, furchtbar. Nils Heck, unser Mr. 100% und sonst ein sicherer Punktegarant stand mit Bauer weniger auf Verlust und es sah nach dem ersten Punktverlust an Brett 8 in dieser Saison aus. Ich selbst an Brett 6 fühlte mich nicht sehr wohl in meiner noch sehr ausgeglichenen Stellung und ich rang nach einem Plan und an keinem der anderen Brettern sah es nach einem Vorteil für uns aus.

Das erwartete 0:2 im Kopf sah ich alle Felle davon schwimmen und es war nicht an Brettpunkte zu denken, denn hier war der Mannschaftsgewinn in Gefahr. Und Matt hieß es dann auch gleich bei Christian, der sich selbst das letzte Fluchtfeld des Königs verstellte und den schlimmsten Befürchtungen Nahrung gab.

Unsere Situation aber besserte sich genauso, wie meine Stellung, im Laufe der Zeit. Die Kondition der Gegner schien nach zu lassen und wir bekamen die Oberhand in den Partien. Stephan Schade an Brett 3 hatte Qualität mehr, Marius Meseck Brett 4 aktive Druckstellung, Jan Bauer Brett 1 hatte, für mich aus dem nichts zum 1:1 ausgeglichen und Michael Teutsch Brett 2 stand souverän und hatte einen Mehrbauer auf der Uhr.

Bei Ralf Gassner Brett 5 sah es komisch aus, aber ich dachte haltbar und bei Nils war mit sehr viel Phantasie maximal ein Remis drin, denn er hatte kein Material mehr, das zum Gewinnen reichte. Als Stephan bei mir nachfragte, ob er Remis machen kann, verneinte ich dieses, so dass er weiterspielte und mit dem Mehrmaterial gewann. Marius kam mit einer Siegesmeldung, denn sein Gegner konnte seinem Druck nicht mehr widerstehen und es stand 3:1 für uns.

Ich vergeigte meine zwischendurch klar gewonnene Partie (Fritz zeigte in der späteren Analyse trotz gleichen Materials +9 als Bewertung und bestätigte meinen eigenen Eindruck) in ein Remisendspiel und musste kurz bevor mein Blatt fiel in das Remisangebot meines Gegners einwilligen. Dafür schaffte es der Gegner von Michael nicht über die Zeitkontrolle und wir hatten gewonnen!

Christian kam mit der Meldung aus Ettlingen, dass Rheinstetten schon 1,5 Brettpunkte gelassen hatte und noch vier Partien liefen. Jetzt brauchten wir nur noch 0,5 Punkte, um ohne Rücksicht auf die weiteren Ergebnisse aus Ettlingen die Meisterschaft zu feiern.

Nils spielte inzwischen nur noch mit einem König gegen König Springer und Bauer und es war nur noch mit viel Hilfe des Gegners ein Patt oder ein geschenkter Bauerngewinn möglich und Ralf war eine Figur abhanden gekommen und er versuchte noch mit ein paar Tricks gegen den „schlechten Mehrläufer“ noch ein Remis zu holen. Alle Tricks halfen aber nicht und es kam nichts zählbares mehr heraus.

Das Endergebnis von 4,5:3,5 würde im schlechtesten Fall zu einem Entscheidungskampf führen und voller Hoffnung, dass Ettlingen wohl 0,5 Punkte aus 4 holen würde und wir schon Meister waren, machten wir uns schon Gedanken über das Unterhaltungsprogramm auf der Aufstiegsfeier. Mein großzügiges Angebot, dass ich jedem seinen Lieblingssong kaufen würde, fand keinen Anklang und keine Stimmen, so fiel Karaoke bei der Wahl schon mal komplett durch. Da keine anderen Ideen außer Grillen und Alkohol mehr aufkamen, vertagten wir die Entscheidung, bis zum Zeitpunkt, wo wir sicher sein konnten, dass wir Meister sind.

Ettlingen hat zwar verloren, aber die 3 Brettpunkte, die sie Rheinstetten abgerungen haben, machen uns zum Meister der Kreisklasse A2. Wir sollten den Aufstieg und die Meisterschaft jetzt ausgelassen feiern, denn nächste Saison werden wir in der Bezirksklasse nicht viel zu feiern haben. Bis dahin ist es aber lang und viel Zeit für Party.


Pfinztal III muss in die Relegation Pfinztal III muss am 17.5. gegen Ettlingen 5 um den 5. Abstiegsplatz spielen.


Ladenburg - Pfinztal Zum Saisonabschluß fuhren wir zu Ladenburg 1, um mit einem Sieg den Klassenerhalt abzusichern. Als wir allerdings die stärkste Ladenburger Aufstellung der gesamten Saison erblickten, schien dieses Ziel schon etwas unrealistisch.

Der Mannschaftskampf begann auch wenig verheißungsvoll mit einem frühen Figureneinsteller bei Bernd Giacomelli (4). Ansonsten hatten wir allerdings nicht viel zu klagen und mir persönlich gefielen die Stellungen von Robert Zeier (3), Peter Köster (5), Dirk Ripp (6), Gerald Fischbach (7) und Michael Kayser (8) recht gut, wobei wir sicher nicht an all diesen Brettern objektiv besser standen. Diese Einschätzung nahm ich dann auch zum Anlaß nach 2,5 Stunden ein Remisangebot meines Gegner trotz leichtem Stellungs- und Zeitvorteil anzunehmen. Außer Bernd machte nur noch die Stellung von Peter Ewald (2) Sorgen, denn er stand mit fast allen Figuren auf der Grundreihe eingeklemmt und ohne jegliche Koordination ziemlich im Eimer.

Nach Peters Niederlage und kurz vor der zu erwartenden bei Bernd, ging es dann bei Michael abwärts. Sein Gegner hatte sich in einer Stellung mit beidseitigen Chancen in horrende Zeitnot (6 min für 22 Züge) gebracht, was Michael zum Anlaß nahm einiges an Material herzuschenken und nach erreichter Zeitkontrolle in hoffnungsloser Stellung aufzugeben. Beim Stand von 0,5:3,5 aus unserer Sicht, verließ ich für etwa eine viertel Stunde den Raum und als ich wiederkam stand es schon 0,5:5,5. Gerald hatte erst seine gute Stellung zu einer minimal schlechteren verdorben, um sich dann dem Trend des primitiven Einstellens anzuschließen. Dirk war mit Schwarz ordentlich aus der Eröffnung gekommen und ich hatte kurz vor meiner Abwesenheit noch gesehen wie er eine Qualität gegen einen Zentrumsbauern geopfert hatte, was ich als interessant bewertet hatte. Aber entweder diese Einschätzung war falsch oder Dirks nächste paar Züge nicht gut, auf jeden Fall war auch hier der ganze Punkt weg.

Nun spielten noch Peter Köster und Robert, die beide mit Weiß die ganze Partie über gedrückt hatten. Peters Gegner hatte sich in der Zwischenzeit konsolidiert, sodass hier bald Frieden geschlossen wurde. Aber Robert stand in einem Schwerfigurenendspiel mit einem starken Freibauern klar auf Gewinn. Aber es kam wie es heute kommen musste, in den letzten 2 Zügen der Zeitnot übersah er einige eklige Gegendrohungen und musste so wenig später völlig unnötig noch das 1:7 hinnehmen.

Alles in allem waren wir in diesem Mannschaftskampf völlig chancenlos. Und dank der großartigen Schützenhilfe von Baden-Baden 2 (in der 2. Bundesliga), Ladenburg (am vorletzten Spieltag) und Untergrombach 2 (am letzten Spieltag), aber vor allem dank unserer eigenen Unfähigkeit, müssen wir leider wieder den Gang in die Landesliga beschreiten. Dennoch war die Saison in der Verbandsliga Nord ein schönes Erlebnis und ich hoffe, dass wir es in den nächsten Jahren wiederholen können, am Besten gleich übernächste Saison.

Ladenburg - Pfinztal 7:1

Schrepp - Zeier, K. 0,5
Hierholz - Ewald 1:0
Heß - Zeier, R. 1:0
Benend - Giacomelli 1:0
Blössl - Köster 0,5
Häfner - Ripp 1:0
Müller - Fischbach 1:0
Landenberger - Kayser 1:0


Pfinztal 3 – Sulzfeld 3

Heute ging es um die Wurst! Wir mussten gegen Sulzfeld gewinnen um nicht abzusteigen. Parallel spielte die Zweite gegen Durlach 2 um den Aufstieg. Dies im Fernduell mit Rheinstetten.

Der Tag fing schon sehr gut an, denn als ich ankam waren schon alle Tische, Stühle, Bretter und Figuren von der Ersten aufgestellt worden. Dafür einen herzlichen Dank! Die Erste kämpfte übrigens auch noch gegen den Abstieg.

Bevor ich mit der Aufstellung anfange, will ich mich noch bei Herrn Löffel bedanken, der, da wir zu neunt waren, freiwillig darauf verzichtete, zu spielen.

Wir traten heute mit einer sehr starken Aufstellung an. Diese sah wie folgt aus:

Brett 1: Helmut Majewski
Brett 2: Andreas Neumaier
Brett 3: Andreas Liedhegener
Brett 4: Tobias Bantle
Brett 5: Oliver Zind
Brett 6: Tim Pollandt
Brett 7: Johannes Dunsche
Brett 8: Silke Pollandt

Und so ging es los: Tobias Bandle holte gleich nach nicht einmal einer Stunde den ersten Punkt. Er sagte später zu mir, dass sein Gegner zwischendurch ordentlich was einstellte und er so leichtes Spiel hatte. Außerdem meinte er, dass er wenn er aufgepasst hätte noch einen Turm mehr gewinnen hätte können. Zumindest gewann er und brachte uns so auf die Siegerstraße. Doch leider verlor kurze Zeit später Tim. Dieser stellte während seines Spiels die Dame ein. Bis dahin aber spielte er sehr gut. Dann können wir ja zum 5. Brett kommen. Dort spielte Oliver Zind. An Brett 5! Da sieht man wie gut wir aufgestellt waren. Wie erwartet gewann er dann auch. Somit stand es zwei zu eins. Wir hatten nun sehr gute Chancen zu gewinnen. Als nächstes gewann dann ich, nachdem ich im Gegensatz zur Vorwoche keinen Patzer in meiner Partie gemacht habe. So stand es drei zu eins und alles war offen. Es spielten noch Silke Pollandt, Andreas Liedhegener, Andreas Neumaier und Helmut Majewski. Bis diese fertig waren dauerte es aus meiner Sicht ewig. Tobias und ich waren zwischendurch noch Döner essen und als wir wiederkamen spielten sie immer noch. Doch dann wurden wir erlöst. Fast zeitgleich gewannen Andreas L. und Frau Pollandt. Frau Pollandt war vielleicht eine halbe Minute schneller. Dadurch wurden wir erlöst. Der Nichtabstieg war Perfekt. Andreas N. und Helmut einigten sich dann beide mit ihren Gegnern auf Remis. Es war ja schon vor dem Spiel klar, dass einer von uns absteigen musste. Es traf halt Sulzfeld.

Da dies hier der letzte Spielbericht diese Saison ist, möchte ich mich noch bei Dirk und Klaus bedanken, die in letzter Zeit das Jugendtraining leiten. Ich lerne (fast) jeden Mittwoch was dazu und es macht auch richtig Spaß. Immerhin sind wir jetzt so viele Jugendliche wie lang nicht mehr. Einmal waren wir sogar zu siebt!

Aber jetzt noch mal zurück zum Abstiegskampf. Wir sind nicht abgestiegen und können dies feiern. Die Sektflasche, die ich vor dem Spiel in den Kühlschrank getan habe wurde übrigens nicht mehr aufgemacht. Wenn sie noch da ist kann sie dann ja jemand am Mittwoch trinken.

Alle, die sich jetzt noch interessieren wie die Erste und die Zweite gespielt haben und ob die Zweite jetzt aufgestiegen ist oder nicht, erfahren dies in den Spielberichten von Klaus Zeier und Vassili Terzis. Schöne Ostern wünsch ich allen!


Johannes Dunsche


9. Runde VBR 08/09

Ladenburg I Pfinztal I 7,0 1,0
Pfinztal II Durlach II 4,5 3,5
Pfinztal III Sulzfeld III 6,0 2,0

 

Damit ist Pfinztal II Meister in der Kreisklasse A2 - Gratulation zum Aufstieg.

Pfinztal III hat den Klassenerhalt auf den letzten Drücker geschafft -auch hier Gratulation.

Pfinztal I muss noch zitter

Weil Untergrombach gegen Hockenheim verloren hat steigt Pfinztal I leider ab.

 

 


Herrmann Mußgnug verstorben

Die Schachvereinigung Pfinztal e.V. trauert um 
sein Ehrenmitglied Herrmann Mußgnug.

Herrmann Mußgnug trat vor 60 Jahren kurze Zeit 
nach der Gründung des Schachclubs Berghausen dem Verein bei.
In den vielen Jahren seiner Mitgliedschaft war er 
immer aktiv am Vereinsleben beteiligt und 
bekleidete verschiedene Ämter des Vereins.
Auch im hohen Alter von 88 Jahren spielte er noch 
aktiv in der Mannschaft und war stets eine verlässliche Größe.
Selbst nachdem er in den letzten Jahren aus 
gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr ins 
aktive Spielgeschehen des Vereines eingreifen 
konnte, blieb er privat dem Schachspiel treu und spielte regelmäßig.
Wir werden Herrmann Mußgnug stets in Erinnerung 
behalten und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Der Familie möchten wir unsere Anteilnahme ausdrücken.

In Namen aller Mitglieder unseres Vereins.
Helmut Majewski, 1.Vorsitzender

Pfinztal - Ettlingen

Am 8. Spieltag empfingen wir Ettlingen für die es schon um nichts mehr ging, weshalb wir auf eine etwas schwächere Aufstellung hofften, da ihre zweite Mannschaft mitten im Aufstiegskampf steckte. Und es kam besser als erhofft, denn Ettlingen ließ das achte Brett frei und am siebten spielte jemand mit einer DWZ von etwa 1550.

So hatte Gerald Fischbach (8) sofort gewonnen und Dirk Ripp (7) stand nach etwa 12 Zügen mit Schwarz positionell auf Gewinn. Hinzu kam Peter Ewalds (2) hervorragende Stellung, dessen Gegner im Halbschlaf im Zitat "Strategiemodus" Opfer eines taktischen Springermanövers wurde und so Bauernverlust durch Dxh7+ zulassen musste. So war ich bereits sehr zuversichtlich, da ein 3:0 bereits greifbar nahe schien und in den restlichen Partien noch nichts besonderes passiert war. Leider verlor nach knapp 2 Stunden Michael Gassner (6) nachdem ihn eine Springergabel die Dame gekostet hatte. Robert Zeier (3) war in einer am Vortag noch analysierten Stellung überrascht worden und fühlte sich jetzt unwohl, obwohl objektiv noch nichts schlimmes passiert war.

Nach etwas mehr als drei Stunden manövrierte sich mein Gegner in furchtbare Zeitnot, fand aber dennoch keine Möglichkeit mehr die Stellung weiter im Gleichgewicht zu halten und musste nach einigen genauen Endspielzügen meinerseits mit 3 Sekunden für 2 Züge und verlorener Stellung die Waffen strecken. Da in der Zwischenzeit auch Dirk souverän gewonnen hatte, war ich trotz Peter Ewalds Gepatze neben mir sehr zuversichtlich. Ich musste während der Zeitnotphase meines Gegnes leider mit ansehen wie Peter seine hervorragende Stellung zum Dauerschach versaute, sodass wir nur 3,5:1,5 führten. Dennoch dachte ich als ich gewonnen hatte, dass wir jetzt doch irgendwie gewinnen müssten. Nachdem ich mir einen Überblick über die verbliebenen Stellungen gemacht hatte, hoffte ich eher auf ein 4:4. Denn Bernd Giacomelli (4) hatte sich im Mittelspiel mächtig vermanövriert und bei ihm hing gerade fast alles und Robert hatte kurz nach der Überraschung einen Bauern eingestellt und stand im Endspiel Turm + Läufer + 4 Bauern gegen Turm + Springer + 5 Bauern mit allen Bauern auf der gleichen Seite auf Verlust. Nur Peter Köster (5) gab Anlaß zur Hoffnung. Zwar hatte auch er einen Minusbauern, aber dieser war verdoppelt und mit nur noch ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett, sollte das Remis eigentlich schaffbar sein.

Kurz darauf gab Bernd auf und leider stellte Peter bald einen weiteren Bauern ein, was die Verteidigung seines Endspiels natürlich viel schwieriger machte. Nach langem Kampf musste er schließlich auch aufgeben nachdem er noch die ein oder andere Remischance ausgelassen hatte. Robert versuchte in der letzten Zeitnotphase noch mal alles, aber sein Gegner ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Mit dieser völlig unnötigen 3,5:4,5 Niederlage haben wir eine weitere gute Chance zu punkten liegen gelassen. Nachdem letzten Sonntag in der zweiten Bundesliga leider der Supergau passierte und tatsächlich 3 Mannschaften nach Baden absteigen, ist durch den Abstieg von KSF 1 in die Verbandsliga der 7. Tabellenplatz nun auch ein Abstiegsplatz und unsere vielen vergebenen Chancen tun damit doppelt weh. Unsere letzte Chance auf den Klassenerhalt besteht in einem Sieg gegen Ladenburg, die wiederum noch 1 Brettpunkt benötigen, um die Klasse zu halten. Aber ein Sieg hilft uns auch nur dann was, wenn Untergrombach 2 nicht gegen Hockenheim 2 gewinnt. Wir brauchen also ein Wunder!

UPDATE!!!

Wie ich soeben auf der Ergebnisseite des Badischen Schachverbands gelesen habe, verhindert der Rückzug von Tegernsee in der 1. Bundesliga den Supergau für Baden. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird Tegernsee direkt in die Oberliga Bayern durchgereicht, wodurch in der 2. Bundesliga Süd nur noch 2 Mannschaften absteigen und somit KSF 1 in der Oberliga Baden die Klasse hält und bei uns der 7. Platz doch zum Klassenerhalt reicht. Aus diesem Grund müssen wir nun wieder hoffen, dass Untergrombach 2 und Slavija ihre Spiele gewinnen oder durch einen eigenen Sieg den Klassenerhalt sicherstellen.

Pfinztal - Ettlingen 3,5:4,5

Zeier, K. - Wehner 1:0
Ewald - Rosner 0,5
Zeier, R. - Sadewasser 0:1
Giacomelli - Gebhardt 0:1
Köster - Mader 0:1
Gassner - Pyvovar 0:1
Ripp - Allgaier 1:0
Fischbach - spielfrei +:-


Blankenloch 2 - Pfinztal 3 Diesmal war unser Gegner Blankenloch und mein Vater war der Meinung, dass wir dieses Mal gewinnen mussten. Dies sah ich anders, weil Blankenloch auf dem 5. Platz oder so war bzw. ist. Wir reisten etwas geschwächt nach Blankenloch, da weder Helmut oder Felix spielen konnten. Dazu kam, dass uns Nils am Samstag noch von der zweiten weggeschnappt wurde. Dafür spielte unter anderem Herr Weiss das erste Mal. So kam es, dass wir mit folgender Aufstellung spielten:
Brett 1: Andreas Liedhegener
Brett 2: Tobias Bandle
Brett 3: Helmut Löffel
Brett 4: Jonas Aufmkolk
Brett 5: Tim Pollandt
Brett 6: Günther Weiss
Brett 7: Johannes Dunsche
Brett 8: Silke Pollandt
Und dann ging es los. Am Anfang schlugen wir uns wacker und hofften, dass wir evtl. doch etwas Zählbares mitnehmen konnten. Doch leider verlor Tim und versetzte unseren Hoffnungen einen ganz leichten Dämpfer. Trotzdem kämpften wir weiter und kurze Zeit später gewann Silke Pollandt, so dass wir wieder zu Recht hoffen konnten. Das war der vierte Sieg im vierten Spiel für Frau Pollandt und so hat sie nun eine eindeutige Quote von 100%. So eine gute Quote hat bei uns diese Saison keiner außer Oliver Zind und Dominik Bardon, die aber beide erst ein Spiel bestritten habe. Nach dem 1:1 schlugen wir uns einigermaßen gut, aber konnten leider nicht verhindern, dass Herr Löffel die Segel streichen musste, nachdem auch er verlor. Jonas verlor dann auch noch und so sah es recht düster aus. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwei Bauern mehr, in einer, meiner Meinung nach bis dahin, sehr starken Partie. Doch dann patzte auch ich und stellte dummerweise zwei Bauern ein. So hatte mein Gegner einen Freibauern und besiegte mich, obwohl ich bis zu dem dummen Zug, für meinen Geschmack, sehr gut gespielt habe. So hatten wir dann sicher verloren. Immerhin spielte Andreas noch Remis und rettete uns so, gemeinsam mit Frau Pollandt, vor einer Blamage. Der letzte der noch spielte war dann Herr Weiss, doch auch er musste erfahren, wie sich eine Niederlage anfühlt. Nun müssen wir gegen Sulzfeld gewinnen, damit wir nicht sicher absteigen. Dies ist eine machbare Aufgabe, denn laut der DWZ ist unser Durchschnitt 200 Punkte besser. Deshalb hoffe ich, dass und die zweite an diesem Spieltag evtl. ein paar noch nicht Festgespielte Spieler geben kann. So könnten wir dann den Doppelerfolg feiern: Wir steigen nämlich nicht ab, die zweite aber steigt auf.

                                                                                                       Johannes Dunsche


8. Runde VBR 08/09

Pfinztal I Ettlingen I 3.5 4.5
Karlsbad II Pfinztal II 0.5 7.5
Blankenloch II Pfinztal III 6.5 1.5

Handschuhsheim 2 - Pfinztal Am 7. Spieltag mussten wir in Heidelberg beim Spitzenteam Handschuhsheim 2 antreten. Realistisch gesehen hatten wir nur eine winzige Außenseiterchance hier etwas Zählbares zu holen.

Und dementsprechend lief der Mannschaftskampf dann auch ab. Als Erster musste ich nach etwa 2,5 Stunden die Waffen strecken, nachdem ich überspielt worden war wie schon lange nicht mehr und das auch noch mit Weiß. Wenig später gab auch Michael Kayser (8) nach einem Fehler in schwieriger Stellung auf. Nach zwei souveränen Remisen von Peter Köster (5) und Michael Gassner (6), folgte ein weiteres Remis bei Robert Zeier (3). Dieses war allerdings alles andere als souverän, erst war Robert nach wenigen Zügen aufgrund eines Eröffnungsfehlers auf Verlust gestanden, um dann später mit Mehrfigur den Gewinn herzuschenken. Das am Ende entstandende Turmendspiel sorgte dann für das gerechte Ergebnis in dieser Partie. Als wenig später auch noch Peter Ewald (2) dem starken Spiel seines Gegner Tribut zollen und aufgeben musste und Bernd Giacomelli (4) in lange Zeit ordentlicher Stellung völlig die Uhr vergaß und daraus resultierendend früh auf Zeit verlor, war der Mannschaftskampf zu Beginn der Zeitnotphase fast schon beendet. Nur Dirk Ripp (7) kämpfte in einem schwierigen Doppelturmendspiel mit 2 Minusbauern noch um den halben Punkt, nachdem er früh einen Bauern geopfert, die durchaus vorhandene Kompensation aber wenig später vergeben hatte. In besagtem Endspiel hatten wir zwischenzeitlich Hoffnung, aber des Gegners subtile Manöver sorgten am Ende für eine weitere Null auf unserer Seite.

Das Fazit zu diesem Mannschaftskampf muss wohl ehrlicherweise heissen: Der Gegner war viel zu stark für uns und wir haben chancenlos verloren. So bleiben uns noch zwei schwere Spiele um es besser zu machen und die wahrscheinlich noch nötigen 3 Punkte zu holen.

Handschuhsheim 2 - Pfinztal 6,5:1,5

Syska - Zeier, K. 1:0
Neunhöffer - Ewald 1:0
Pielmeier - Zeier, R. 0,5
Zilberman - Giacomelli 1:0
Kurz - Köster 0,5
Ulrich - Gassner 0,5
Gobauer - Ripp 1:0
Eis - Kayser 1:0


Keine Vorentscheidung im Duell der Meisteranwärter

Der lang ersehnte Kampf gegen Rheinstetten sollte die Vorentscheidung der Meisterschaft der Kreisklasse A2 bringen. Schon vor Beginn der Saison war klar, dass Rheinstetten und wir die Meisterschaft unter uns ausmachen würden und der bisherige Verlauf der Saison gab dem Recht. So kam es am 7 Spieltag zu diesem vielleicht entscheidenden Duell  mit uns an erster Stelle in der Tabelle und Rheinstetten an zweiter, nur 2,5 Brettpunkte hinter uns.

Nach nervenaufreibenden 5 Stunden waren wir nach dem Spiel in der selbe Position, wie vor dem Spiel, denn das Unentschieden ändert  nichts an der Ausgangssituation. Nachdem der Tabellendritte Neureut an diesem Spieltag die zweite Niederlage kassierte wird die Meisterschaft im Fernduell zwischen uns und Rheinstetten entschieden und die Brettpunkte werden wohl bei normalen Verlauf der letzten 2 Spieltage den Ausschlag zum Sieg geben. 

Der Spieltag hatte kein gutes Vorzeichen. Michael Kayser musste in der 1. Mannschaft aushelfen, Ralf Gassner fiel aus, so dass wir nicht mit der besten Aufstellung antreten konnten und  Rheinstetten kam mit einer sehr starken Mannschaft. Bis  auf die gleich starken Bretter  1 und 2 waren wir dieses Mal an allen anderen Brettern in der DWZ unterlegen, teilweise sogar ziemlich deutlich. Davon sah man aber zu Beginn des Kampfes sehr wenig.

Nach ca. 2 Stunden  machten Michael Teutsch an Brett 2 und Stephan Schade an Brett 3 Remis, bei Jan Bauer an Brett 1 sah es sehr gut aus, Vassili Terzis an Brett 5 fühlte sich sehr wohl in seiner Stellung, Nils Heck an Brett 8 hatte schon einer Figur mehr und auch bei Marius Meseck an Brett 4, Johann Gröning an Brett 6 und Christian Buggle an Brett  7 waren mindestens ausgeglichene Stellungen . Nachdem Nils seine Mehrfigur gegen die Dame des Gegners tauschte und ihn damit zur Aufgabe zwang , gab auch der Gegner von Vassili mit Dame und Stellung weniger auf, Jan hatte eine gesunde Mehrfigur, Christian eine Qualität mehr, Johann eine Qualität mehr für 2 Bauern und  Marius eine gute Stellung auf dem Brett und die Zeitnot auf der Uhr.  Ein Kantersieg für unsere Mannschaft bahnte sich an.

Nach dem 40. Zug von Marius stand es  4:1 für uns, der Mannschaftsführer sah mindestens ein 6:2 voraus und feierte im Inneren schon die Meisterschaft. Jan gewann sicher das Spiel mit Mehrfigur und Mehrbauer, nachdem der Gegner versuchte ein aussichtsloses Endspiel nur noch mit einem Turm und König bis kurz vor dem Matt zu verteidigen. Marius stand  nach der Zeitnot in einem Endspiel mit 2 Läufern und Springer gegen einen Turm und Springer des Gegners klar auf Gewinn. Bei Christian waren die 2 vorrückenden Freibauern, das Läuferpaar und Turm des Gegners  plötzlich gefährlich im Spiel, aber seine 2 Türme und der Läufer sowie die eigenen Freibauern sollten zur Kompensation reichen. Bei Johann war das Spiel wohl langsam gekippt, denn seinem Turm, der Dame und einem Bauern standen ein Läufer, eine Dame und 4 Bauern des Gegners gegenüber.

Dann kam der Schock gleich doppelt.  Marius gab seine Partie her, um seine zwei Bauern am Damenflügel nicht gegen den einen des Gegners zu tauschen und dabei einen zu verlieren, stellte er lieber beide ein und ermöglichte gleichzeitig den Einzug des Bauern zur Dame. Christian zog einen vom Läufer angegriffenen gedeckten Turm lieber auf ein von ihm ungedecktes Feld, dass aber vom zweiten Läufer des Gegners angegriffen war, so dass der Turm und die Partie futsch waren (wollte sich wohl Helmut, der in  der 3. Mannschaft spielte, beim Parken eines Turmes solidarisch zeigen ).

Die letzte Hoffnung zum Mannschaftsieg lag nun bei Johann, aber die Stellung war nur noch durch eine weitere Wendung und einen Fehler des Gegners zu retten. An dieser und an der anderen zwei verlorenen Partien konnten man dann doch erkennen, dass die DWZ unserer Gegner deutlich besser war, denn sie konnten die verlorenen Partien drehen und gaben sie nicht mehr her.

Statt vorzeitigem Jubel heißt es jetzt fleißig Brettpunkte sammeln und die 2,5 Brettpunkte ins Ziel und zur Meisterschaft retten. Das dürfte mit dem Vorletzten und Drittletzen der Tabelle als Gegner machbar sein und ein 2. Platz, der uns nicht mehr zu nehmen ist, wäre nur noch eine Enttäuschung.


Spielbericht Pfinztal 3 – Rheinstetten 2

Heute war eines der wichtigsten Spiele im Kampf gegen den Abstieg. Unser Gegner, Rheinstetten 2, ist nämlich ein direkter Konkurrent. Unsere Aufstellung war so:

Brett 1: Helmut Majewski

Brett 2: Andreas Liedhegener

Brett 3: Tobias Bandle

Brett 4: Oliver Zind

Brett 5: Helmut Löffel

Brett 6: Tim Pollandt

Brett 7: Johannes Dunsche

Brett 8: Silke Pollandt

So gut aufgestellt waren wir diese Saison noch nie. Doch leider starteten wir nicht gut. Bereits nach einer Dreiviertelstunde verlor Tim, welcher an Brett sechs spielte. Ca. eine halbe Stunde später verlor auch Tobias. Dieser sagte mir später, dass er bereits im sechsten Zug etwas eingestellt hatte, weil sein Gegner mit einer komplizierten Zugfolge etwas gewann. Kurze Zeit später verlor ich auch noch. Mein Spiel war sehr schlecht, zumindest diese Saison mein Schlechtestes. Zu allem Überfluss kam Herr Löffel dann auch noch auf die Idee, ein von seinem Gegner angebotenes Remis anzunehmen und so alle anderen Spieler unter Druck zu setzten. Wenn wir nämlich gewinnen wollten, dann mussten jetzt alle gewinnen. Zum Glück kam kurze Zeit später die Nachricht, dass Frau Pollandt gewonnen hatte. Jetzt waren nur noch Helmut Majewski, Andreas Liedhegener und Oliver Zind im Rennen. Wir zitterten nun lange, mir zumindest kam es ewig vor. Nach endlosem Warten hatte Oliver dann endlich gewonnen.

Sein Gegner hatte aber unter anderem nicht mitgeschrieben, was ja verboten ist. Zumindest hat Oliver, der ja gesagt hatte, dass er zu wenig trainiert hätte und wir ihn deshalb nicht überschätzen sollten, uns nun wieder ins Spiel gebracht. Helmut an Brett 1, und Andreas, an Brett 2,  konnten uns nun mit zwei Siegen zum Sieg verhelfen. Dann gewann Andreas auch noch und wir freuten uns, denn es stand wieder ausgeglichen und Helmut hatte sogar einen Bauer mehr. Sein Gegner bot Helmut dann Remis an und so hätten wir ein 4:4, aber da er besser stand lehnte Helmut es logischerweise ab. Kurze Zeit später dann hatte Helmut, damit er 40 Züge voll bekommt, für 2 Züge noch zwei Minuten und zehn Sekunden. Er stand immer noch besser. Doch dann passierte es: Helmut stellte einzügig seinen Turm ein. So verloren wir doch noch, trotz einer kuriosen Aufholjagd. Auch Helmuts Ananassaft half ihm nicht, diesen ärgerlichen Fehler zu vermeiden. Den eigentlichen Fehler aber machten wir drei “Jüngeren“, durch die wir 0:3 zurückgeworfen wurden. So verloren wir mal wieder  knapp und schenkten dem Gegner die Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Da wir aber die nächsten zwei Spiele gewinnen werden, steigen wir trotz dieser Niederlage nicht ab.

 

                                                                                           Johannes Dunsche


7. Runde VBR 08/09

HD-Handschuhsheim II Pfinztal I 6.5 1.5
Pfinztal II Rheinstetten I 4.0 4.0
Pfinztal III Rheinstetten II 3.5 4.5

Ereignis bei Weihnachtsfeier 2008 v. Helmut Der derzeitigen positiven Entwicklung unseres Vereins entspricht das erfreuliche Ereignis auf unserer Weihnachtsfeier: ein neues Mitglied und sogar eine Frau, die Turnier-Schach spielen will!
Wenn denn alles gut läuft, kommt es auch dazu, dass sie uns in den Wettkämpfen unterstützt.
(Dem Beispiel von Johannes´ Vater folgend, welcher der Aufforderung, nicht nur den Fahrer zu spielen, sondern sich am sonntäglichen Mannschaftswettbewerb zu beteiligen, zögerlich folgte, sich inzwischen jedoch richtig reingekniet hat)
Sie meinte nämlich: ach, wenn sie ihren Sohn Tim beim Wettkampf begleite, könne sie auch selbst mitspielen!

Nachtrag von Helmut M.


Knapp Tabellenführer vor dem Spitzenduell

Knapper als erwartet liefen die Spieltage 5 und 6 der Kreisklasse A2 für unsere 2. Mannschaft.  Es war nicht sicher, dass Slavija am 5. Spieltag überhaupt eine Mannschaft aufbieten würde und das einzige Thema vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten waren die Anzahl der fehlenden Bretter und die Höhe unseres Sieges, denn wir traten mit Bestbesetzung an. Slavija trat mit 7 Spielern an und es wurde ein nicht ganz so hoher Sieg mir 5,5 Mannschaftspunkten gegen einen an allen Brettern deutlich unterlegenen Gegner.  

Pfinztalschreck Boban Drakulic holte schon wieder einen ganzen Punkt gegen unsere Mannschaft und wieder obwohl er die deutlich niedrigere DWZ hatte. Diesmal erwischte es unseren Mannschaftsführer Vassili an Brett 6, der in einer für ihn gewonnenen Morra Gambit Stellung, statt das Spiel zu verschärfen, in ein Remisendspiel abwickelte und dann überzog. Auch an Brett 2 kam es zu einem Verlustpunkt beim Jan Bauer, der sehr früh komisch stand und dann die Quittung für die seltsame Stellung in Form eines Verlustpunktes bekam. Alle anderen Bretter standen gut und das Ergebnis war wie erwartet.

Michael Kayser an Brett 1 hatte eine für die Zuschauer  sehr unterhaltsame taktische Stellung, die er sicher in einen Gewinn verwandelte. Stephan Schade an Brett 4 Ralf Gassner an Brett 5 und Christian Buggle an Brett 7 gewannen souverän. Michael Teutsch an Brett 3 lieferte zwischenzeitlich beim Spielstand von 4:1 die 0,5 Punkte zum Mannschaftssieg und am kampflosen Brett vertrat Anton Dunsche den kranken Johann, den wir, als es sicher war, dass ein Mann fehlte, nach Hause ließen.

Zum Angstgegner aus Ettlingen ging es am 6. Spieltag der Saison und es sollte uns auch Angst und Bange werden, denn diesmal waren wir nicht so überlegen in der Aufstellung, wie sonst in dieser Saison.  Ein Ausfall in der ersten Mannschaft und 2 Ausfälle an den vorderen Bretter der 2. Mannschaft forderten ihren Tribut und konnten durch Marius Meseck Brett 3 und Michael Walther Brett 5 nur teilweise kompensiert werden. Man merkte auch schnell die fehlenden Spielpraxis der beiden, denn Michael  gab sehr früh in einer Stellung, in der er laut eigener Aussage nichts mehr ziehen konnte und zur Überraschung aller, auf.  Genauso überraschend und schnell kam auch der Sieg von Michael Teutsch an Brett 1, so dass es sehr früh 1:1 stand.

Nach 3 Stunden sah es dann nicht sehr gut für unsere Mannschaft aus. Lediglich Vassili hatte an Brett 4 eine angenehme und vielversprechende Stellung. Der Angriff des Gegners von Stephan an Brett 2 war wohl nicht zu verteidigen, Marius musste in einer guten Stellung noch über 20 Züge in 6 Minuten machen, Johann Gröning an Brett 6 hatte einen Bauer und die Stellung weniger, bei Christian Buggle Brett 7 stand ein Bauer gefährlich ein Feld vor dem Einzug und bei Nils Heck an Brett 8 war die Partie komplett verflacht und weder ein Sieg noch ein Verlust war zu sehen.

Und es kam, wie es kommen musste. Vassilis Gegner gab auf, Stephan und Johann erlagen ihren Gegnern und beim Stand von 3:2 für Ettlingen ging der Krimi los. Bei Marius war die Fahne kurz vom Fallen, aber er hatte eine Figur für 2 Bauern mehr. Nils versuchte irgendwie seinen jugendlichen Gegner noch zu einem Fehler zu bewegen und bei Christian war nach einem Qualitätsgewinn wieder Siegeshoffnung, auch wenn seine Uhr nur noch 5 Minuten anzeigte.  

Die Spannung an allen Bretter war hoch und es kam abermals zu überaschenden Wendungen. Christian verteidigte in Zeitnot den letzen Angriff des Gegner nicht mehr korrekt und unterlag.  Der Gegner vom Nils hingegen schaffte es in einem ungefährlichen Endspiel 2 Bauern und die Partie  zu parken. Nun lag es an Marius sein Spiel zu gewinnen um wenigstens  ein Mannschaftsremis zu sichern.  Als sein Blatt fiel konnten wir 41 Züge auf der Notation des Gegner zählen und auf dem Brett waren 2 freie Zentrumsbauern des Gegner von einer Mehrfigur zu halten.

Die Partie ging dann aber nicht mehr lange.  Marius Gegner opferte seine letze Figur im festen Glauben , dass sein einzig verbliebener Bauer einziehen würde und übersah, dass der Einzug durch eine Springergabel mir Schach geschützt war. Das Endergebnis von 4:4 ändert an unserer Ausgangslage im Meisterschaftsrennen nicht viel. Es kommt auf den nächsten Spieltag an. Gewinnen wir gegen den Tabellenzweiten Rheinstetten sind wir durch. Verlieren wir können wir uns auf den 2. Platz einstellen und im Falle eines Remis bleiben uns 2,5 Brettpunkte Vorsprung,  der in Anbetracht unserer letzten Gegner reichen müsste, um am Schluss oben zu bleiben.


Pfinztal - Slavija Am 6. Spieltag empfingen wir den Tabellenführer Slavija Karlsruhe bei uns. Da der DWZ-Unterschied zwischen Slavija und uns doch sehr deutlich ist, hatten wir kaum Hoffnungen zu punkten. Dennoch boten wir bis auf einen krankheitsbedingten Ausfall unsere Bestbesetzung auf.

Zu Beginn standen wir bei Peter Ewald (2), Michael Kayser (8) und wohl auch Bernd Giacomelli (4) schon etwas besser, während nur Gerald Fischbach (7) einen Minusbauern hinnehmen musste, dafür aber mit dem Läuferpaar einiges an Kompensation hatte. Ich hatte am Spitzenbrett aus der Eröffnung heraus ein etwa ausgeglichenes Endspiel erreicht, in dem ich mich durchaus wohl fühlte. Robert Zeier (3) stand in einer theoretischen Spanischstellung ausgeglichen und auch bei Peter Köster (5) und Michael Gassner (6) hatten wir anfangs keine Probleme.

Das erste Ergebnis gab es dann bei Michael Kayser, der Remis angeboten hatte, was sein deutlich DWZ stärkerer Gegner nach gründlicher Überlegung annahm. Leider veropferte sich dann Peter Ewald im Glauben Material zu gewinnen und stellte dabei einen Bauern ein. Glücklicherweise hatte er dank Entwicklungsvorsprung und sehr aktiver Figuren gute Kompensation für den Bauern. Geralds Gegner konnte seinen Materialvorteil konsolidieren, einen Läufer tauschen und stand nun schon deutlich besser. Auch Peter Köster kam zusehends in Schwierigkeiten, wobei sich hier noch alles in der Remisbreite befand. Ich konnte meinen Gegner nach ein oder zwei Ungenauigkeiten seinerseits ziemlich unter Druck setzen und einen Bauern gewinnen. Leider verlor dann Robert nach etwa 3 Stunden nachdem er in horrender Zeitnot einiges eingestellt hatte. Ihm war zwischenzeitlich in solider Stellung einfach nichts mehr eingefallen, weshalb er seine Zeit immer mehr ablaufen ließ und am Ende kaum mehr in der Lage gewesen wäre, überhaupt die Zeitkontrolle zu schaffen. Als dann auch noch Gerald aufgeben musste nachdem sein Gegner seinen Vorteil verdichtet hatte und Peter Köster in einem Endspiel mit Turm und Leichtfigur aufgrund der klar schlechteren Leichtfigur immer mehr in Nachteil kam, sah es nicht mehr wirklich toll für uns aus. Als dann Peter wenig später sein schlechter Läufer auch noch abhanden kam, musste auch er sich geschlagen geben und es stand 0,5:3,5.

Dennoch hatten wir immer noch berechtigte Hoffnungen auf einen oder im besten Fall gar drei Punkte. Denn Michael Gassner hatte seine Stellung aus der Eröffnung heraus immer weiter verstärkt und nun ein Turmendspiel mit Mehrbauer erreicht, das klar besser für ihn war. Meinem Gegner war es zwar gelungen sich mithilfe eines Damentauschs aus seiner schwierigen Stellung zu befreien und ein Turmendspiel mit aus seiner Sicht 3 gegen 4 Bauern auf dem gleichen Flügel zu erreichen, jedoch hätte er beim Übergang in dieses ein anderes Turmendspiel ohne Bauer weniger erreichen können, in dem meine Gewinnchancen minimal gewesen wären. In diesem Endspiel waren meine Chancen sehr gut, da seine Bauern die optimale Aufstellung nicht erreichen konnten und er dadurch extrem viel Raum verlor. Bei Bernd war ein sehr kompliziertes Endspiel mit Läuferpaar gegen Läufer und Springer entstanden, in dem er zwischenzeitlich einen Bauern im Rückstand war, dafür aber einen sehr gefährlichen, weit vorgerückten Bauern besaß. Wie seine Stellung objektiv zu bewerten war, war den meisten Leuten im Raum völlig unklar, aber praktisch hatte er hier gute Chancen auf den ganzen Punkt. Blieb noch Peter Ewald, dessen Gegner alles versuchte um dem Remis auszuweichen und in ein ziemlich unklares Turmendspiel mit gleichen Bauern und auf beiden Seiten einigen Freibauern abwickelte. Ich hatte eher das Gefühl, dass Peter leicht besser stand.

Leider befolgte er nicht die alte Regel, das Türme hinter die Freibauern gehören, sondern versuchte den gegnerischen Freibauern von der Seite zu fesseln, wodurch dieser wenig später unaufhaltsam wurde und Peter leider zur Aufgabe zwang. Hätte er den Turm hinter den Freibauern platziert, so hätte er meiner Meinung nach diesen noch aufhalten und ein unverlierbares Turmendspiel mit zwei Mehrbauern erreichen können. In der Zwischenzeit hatte Michael souverän gewonnen, obwohl sein Gegner lange Zeit alles versuchte um das zu verhindern. Auch ich konnte den vollen Punkt einfahren, nachdem mein Gegner seine letzte Remischance versäumte. Nur Bernd musste noch eine Weile nachsitzen, stand aber nach einigem hin und her deutlich besser. Zwar ließ er einige Chancen verstreichen es schneller zu machen, gewann aber am Ende souverän zum Endstand von 3,5:4,5.

Insgesamt ein erfreulich knappes Ergebnis mit einem bitteren Beigeschmack aufgrund der vergebenen Chance zu punkten. Wenn wir diese Chancen weiter so großzügig verstreichen lassen wie hier und gegen Walldorf, dann könnte es am Ende doch nicht zum Klassenerhalt reichen.

Pfinztal - Slavija 3,5:4,5

Zeier, K. - Tschann 1:0
Ewald - Marek 0:1
Zeier, R. - Springmann 0:1
Giacomelli - Nadj 1:0
Köster - Roth 0:1
Gassner - Villani 1:0
Fischbach - Weiler 0:1
Kayser - Cserba 0,5


6. Runde VBR 08/09

Pfinztal I Slavija I 3.5 4.5
Ettlingen III Pfinztal II 4.0 4.0
Ettlingen IV Pfinztal III 5.0 3.0

Walldorf - Pfinztal Am ersten Spieltag im neuen Jahr mussten wir nach Walldorf, die bisher noch ungeschlagen und somit Zweiter der Verbandsliga waren. Dennoch machten wir uns in Bestbesetzung durchaus Hoffnungen dort zu punkten, um dem Klassenerhalt wieder ein Stück näher zu kommen.

Aber schon kurz nachdem der Mannschaftskampf begonnen hatte, sah es sehr schlecht für uns aus und die zuvor erhofften Punkte rückten in weite Ferne. Bernd Giacomelli (4) behandelte das Morra-Gambit mit Schwarz doch sehr eigenwillig, sodass wir hier schon frühzeitig mit einer Niederlage rechneten. Außerdem stand Michael Gassner (6) nachdem ihm ein Bauer abhanden gekommen war auch schon fast auf Verlust. Hinzu kam noch Dirk Ripps (7) recht frühes Remis, der nicht sehr gut aus der Eröffnung gekommen war und schon glaubte klar schlechter zu stehen, weshalb das gegnerische Remisangebot gerade recht kam. Außerdem stand Peter Ewald (2) früh ziemlich bedenklich, was sich noch verschlimmerte als er sich veropferte und eine Qualität einbüßte. Die einzigen positiven Aspekte waren Robert Zeiers (3) klarer Zeitvorprung dank guter Vorbereitung und mein Franzose, in dem ich nach einigen Verwicklungen und einer ausgelassenen Chance meines Gegner positionell sehr gut stand. Bei Peter Köster (5) und Gerald Fischbach (8) hatte sich bis dahin nicht allzuviel getan.

Nachdem Michael erwartungsgemäß aufgeben musste und auch Bernd, nachdem er sich noch halbwegs über die Anfangsphase gerettet hatte, doch dem Gegner zum Sieg gratulieren musste, lagen wir 0,5:2,5 hinten. Als aber Peter Köster durch ein Bauernscheinopfer die Initiative an sich reißen konnte, war ich zumindest zuversichtlich mit etwas Glück noch ein Unentschieden erreichen zu können. Als nach etwa 3,5 Stunden zuerst ich meine Stellung souverän zum Sieg führte und unmittelbar danach Robert in guter Stellung durch einen taktischen Schlag einen Turm und damit die Partie gewann, hatten wir immerhin schon mal ausgeglichen.

Nun blieben noch drei Partien: Peter Ewald hatte sich mit Wenigerqualität einigermaßen konsolidiert und die schwache Königsstellung des Gegners bot gute Gegenchancen sobald der Gegner wirklich ernsthaft auf Gewinn spielen wollte. Peter Kösters Initiative war leider schnell wieder verflacht und das entstandene Springerendspiel sah kompliziert aber wohl remislich aus. Gerald hatte beim Übergang ins Endspiel einen Bauern verloren und stand wohl auch nicht so toll. Seine recht aktiven Figuren ängstigten den Gegner aber dermaßen, dass er anfing sehr passiv weiter zu spielen, wodurch Gerald den Bauern zurückgewinnen  und eine vielversprechende Stellung mit einem Freibauer auf d2 erreichen konnte. Alles in allem hofften wir auf ein 4:4.

Peter Köster hatte einige Mühe sein Endspiel korrekt zu verteidigen, da der Gegner die deutlich aktivere Stellung hatte und ein gefährlicher Freibauer auf der h-Linie zum Problem zu werden schien. Dennoch war zumindest ich weiter zuversichtlich, dass Peter mit seinem reichen Schatz an Endspielwissen alles im Griff haben sollte. Gerald spielte sein Endspiel im weiteren zwar sicher nicht perfekt, aber doch deutlich besser als sein Gegner bei dem ich irgendwie das Gefühl nicht los wurde, dass das Endspiel grundsätzlich nicht seine Lieblingsphase im Schach ist. Und so kam es dann auch wie wir hofften, Peter konnte Remis halten und Gerald trotz langem und verbissenem Kampf seines Gegners gewinnen. Nun staunten wir allerdings nicht schlecht über die Stellung von Peter Ewald, denn hier war ein Gewinn von Weiß nicht mehr zu erkennen, sodass wir beim Stand von 4:3 für uns plötzlich Siegchancen hatten. Aber nach fast 6 Stunden Spiel griff Peter doch noch fehl und ging nach einem gegnerischen Schach auf das falsche Feld, wonach der Gegner das unabwendbar scheinende Dauerschach verhindern und so den 4:4 Endstand sicher stellen konnte.

Betrachtet man den Beginn dieses Mannschaftskampf, so sind wir außerordentlich glücklich über diesen Punkt, auch wenn am Ende sogar 3 Punkte möglich gewesen wären. Ich denke das wäre dann auch des Guten zu viel gewesen und das 4:4 geht in Ordnung. Nun haben wir bereits 8 Mannschaftspunkte und stehen im Mittelfeld der Tabelle, was wir vor der Saison kaum erwartet hätten. Allerdings kommen einige harte Brocken erst an den nächsten Spieltagen, sodass wir noch lange warten müssen bis wir wissen wieviel diese 8 Punkte wert sind.

Walldorf - Pfinztal 4:4

Haas, F. - Zeier, K. 0:1
Haas, M. - Ewald 1:0
Hauser - Zeier, R. 0:1
Schell - Giacomelli 1:0
Kappe - Köster 0,5
Müller - Gassner 1:0
Schwarz - Ripp 0,5
Höhler - Fischbach 0:1


5. Runde VBR 08/09

Walldorf Pfinztal I 4.0 4.0
Pfinztal II Slavija III 5.5 2.5
Pfinztal III uBu I 3.0 5.0

Weihnachtsfeier 2008

Weihnachtsfeier 2008 --- am 19.12.2008 -- Als das Vereinszimmer behaglich gefüllt war, begrüßte der große Vorsitzende die Versammelten, deren Spanne über alle Altersstufen als Schlüssel für die derzeitige erfreulich stabile Lage des Vereins angesehen werden kann. Helmut traf wie immer locker den richtigen Ton. Wir erfuhren staunend, welcher Strategie die vorzeigbare erste Mannschaft anhängt:: < Aufstieg ist das beste Mittel gegen den Abstieg! > -- Der Schwung hat in die Verbandsliga hinein angehalten! Die Erste hat den Fuß im oberen Tabellendrittel, was von den Aktiven ungläubig wahr genommen wird! -- Einen Spitzenplatz nimmt die zweite Mannschaft ein. -- Mit Neugier und Freude erleben wir, wie die dritte Mannschaft zur Spielwiese der Schüler wird!

Nach Grüßen an Rentner und Jugendliche (Stichwort 'offenes Haus') lud Helmut zum Braten und Bier ein und dazu, die Feier zu genießen. Die Berufsgruppe Oli & Oli diskutierte, aß, spielte Schach und verzehrte manchen Dambedei. Schön, dass die Selbständigen noch ausspannen können.

Die Rentnerecke war in lebhaftem Austausch. Die Idee Olivers, einen Abholdienst einzurichten, hatte uns diejenigen ins Haus geholt, die nachts nicht fahren wollen. Nach dem Essen würde man Weihnachtslieder anstimmen, doch bei der Generalprobe war das Keyboard als heiser befunden worden und dieser Programmteil wurde unterschlagen. Wir kamen zum Glück ohne Protest der sangesfreudigen Generation davon. - Die Jugend hatte ohnehin die Bretter heraus geholt, die die Welt bedeuten. Mit einer Hand zogen sie, mit der andern bedienten sie die Uhr, mit der dritten erwürgten sie den Dambedei. Von diesen goldbraunen Gesellen hatten wir doppelt so viele wie Gäste, doch um Mitternacht wusste man, dass die Kalkulation punktgenau zugetroffen hatte. -- Man dachte, wieso reden wir uns so heiße Ohren hin? – doch George hatte es gut gemeint und uns kräftig eingeheizt.

Das Eintreffen der Gäste hatte sich drei Stunden hingezogen, hing damit zusammen, dass einige zwei Adventsfeiern unter einen Hut bringen mussten, und war mühelos zu verkraften. Das Rätsel, wieso die Zahl der Gäste die Zahl der Stühle übertreffen konnte, findet in dem eben genannten Umstand seine Erklärung. – Beim Spiel der Jugend konnte man beobachten, dass ein „schneller Brüter“ gleichzeitig an zwei Brettern spielte und durchaus mithalten konnte! Dann gab er sich die Kugel! War Nils der Sache nervlich nicht gewachsen gewesen? Doch, es war die bekannte goldene Kugel. -- So war der Abend sowohl Geschwätzgebabbel als auch

Talentsichtung!

Tombola: - - der große Pokal wurde mit Losen gefüllt. Nach dem zweiten Durchgang durch die Reihen waren die Lose an den Mann (den Jugendlichen ) gebracht. In diesen flauen Zeiten den Lagerbestand ausverkaufen --- war eine (w)dirklich große Leistung! Nach Mitternacht, als die Normalverbraucher den Heimweg angetreten hatten und die Dambedei in ihrem Kasten auf Mannschaftsstärke geschmolzen waren, setzten die Endlosspieler das Treiben fort. Das Bierfässchen hatte seine Führungsrolle längst an die Kaffeemaschine, über deren IQ ich ein Lob sagen könnte, abtreten müssen. –- Rückblickend darf man wohl behaupten, dass alle auf „ihre Kosten“ gekommen waren. - - - - Wer anderes meint, kann es zur nächsten Hauptversammlung beim Schriftführer einreichen.

 


Als Herbstmeister ins Jahr 2009

Nach 4 Spieltagen steht die 2. Mannschaft mit einer makellosen Bilanz von 4 hohen Siegen und 25,5 Punkten unangefochten auf Platz 1 der Tabelle und wir können uns große Hoffnungen auf die Meisterschaft machen, denn wir sind die einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt.

Der 3. Spieltag brachte uns 7,5 Punkte gegen eine chancenlose Mannschaft aus der Nachbarortschaft Jöhlingen. Das Klagen unserer Nachbarn, dass der Sieg vielleicht zu hoch ausgefallen ist, scheint beim Ergebnis verständlich, doch auch die 0,5 Punkte waren ein Geschenk unseres Mannschaftsführer Vassili Terzis an Brett 5, der in einer guten Stellung mit Mehrbauer und Druck den einzügigen Figurengewinn übersah und 4 Züge später seinem jugendlichen Gegner  Remis anbot.

Zum ersten Mal in dieser Saison spielte Michael Kayser an Brett 1 und er sorgte wohl für das aufregendste Spiel, weil er in einer korrekten Variante mit Figurenopfer eine falsche Zugfolge wählte, doch der Druck, den er hatte und seine überlegenen taktischen Fähigkeiten reichten aus, um Senior Klaus Schneider schnell zu besiegen. Eine Überraschung war der Gewinn von Andreas Liedhegener an Brett 8, der als einziger einen Gegner mit deutlich besserer DWZ hatte!

Die Aufregung des Gegners von Johann Gröning an Brett 6 über seinen Verlust war groß, aber seine Partie hielt der späteren Analyse nicht stand, denn in keiner Variante schaffte er in einem Bauernendspiel mit gleichen Bauern auch nur den Ausgleich. Nicht viel zu sagen gibt es bei den Partien von Jan Bauer, Stephan Schade, Ralf Gassner und Christian Buggle an den Brettern 2,3,4 und 7. Ohne große Aufregung mit Vorteilen von einem bis 2 Bauern kamen sie alle zu einem Sieg durch Aufgabe ihrer Gegner im Endspiel.

Der 4. Spieltag sollte eine genau so hohe Punktausbeute bringen.  Mit der stärksten Aufstellung der Saison gegen einen der nominell schwächsten Gegner der Liga war die Forderung von  Michael Kayser,  der seine Aufstellung am Abend zuvor gegen den Mannschaftführer im Poker “gewonnen“ hatte,   mindestens 7 Punkte!   An Brett 1 legte er auch furios los und sein Gegner ging im Morra-Gambit unter. Nach einem Figurengewinn wickelte Michael nicht in ein ruhiges Endspiel ab, sondern verschärfte mit einem Figurenopfer die Partie und setze seinen Gegner Matt (ihm scheinen die Senioren als Gegner zu liegen).

Ihm zuvor kam unser neuer jugendlicher Star der 2. Mannschaft, Nils Heck, der bei seinem zweiten Einsatz mit einem schönen Matt des gegnerischen Königs mitten auf dem Brett schon seinen zweiten Punkt holte. Und wenn wir schon von Matt reden, auch Jan Bauer an Brett 2 setzte seine junge Gegnerin nach einem Turmopfer forciert Matt.

Der Stand war 3:0 und an allen Bretter standen wir inzwischen auf Gewinn, außer an Brett 7. Johann Gröning unterschätzte wohl seinen sehr jungen Gegner, der kaum übers Brett gucken konnte und zum Ziehen immer aufstehen musste! Das Spiel des Jungen war aber sehr gut und Johann stand auf verlorenem Posten, denn aus einem Mehrbauer wurden 2 Mehrbauern im Endspiel und zum „Ausgleich“ war Johanns König ständig von Läufer und Turm unter Beschuss. Leider spielte der Kleine dann etwas zu schnell und stellte ohne Not und einzügig seinen Turm und die Partie ein. 

Beim Stand von 4:0 fragte Michael Teutsch an Brett 3 nach, ob er Remis geben kann und da es an allen Bretter gut aussah, überließ der Mannschaftsführer es ihm selbst in ein Remis einzuwilligen. Auch mit einer sehr jungen Gegnerin hatte es Stephan Schade an Brett 4 zu tun. Die kurz zuvor mit dem Kurt Möckel Pokal geehrte Jugendliche spielte lange gut mit, stellte aber irgendwann eine Figur und Partie ein.

Nicht so jung war der Gegner von Vassili Terzis an Brett 6. Auch Vassili (0 Punkte gegen U18 und 0,5 Punkte gegen U16 bisher) scheinen Senioren in dieser Saison besser zu liegen, als Jugendliche, denn sein älterer Gegner stellte sehr früh einen Läufer ein, wehrte sich dann noch lange gut, unterlag aber am Schluss der materiellen Überlegenheit.

Nun lag es an Ralf Gassner Brett 5 die Zielvorgabe  von mindestens 7 Punkten zu erreichen. Sein jugendlicher U16 Spieler erwies sich aber als sehr zäher Gegner und Ralf übersah, in hoher Zeitnot,  in einer Gewinnstellung mit einem  freien Mehrbauer kurz vor dem Einzug ein Grundlinienmatt.

Einen Punkt geschenkt bekommen und einen verschenkt bedeutet Ausgleich an Geschenken und schlussendlich einen verdienten hohen Sieg und den Platz an der Sonne für unsere 2. Mannschaft zum Überwintern.

Mafü

Vassili


4. Runde VBR 08/09

Pfinztal I Ladenburg II 8.0 0.0
KSF VI Pfinztal II 1.5 6.5
KSF VII Pfinztal III 4.5 3.5

Nachruf Elisabeth Bartek Die Schachvereinigung Pfinztal e.V. trauert um sein Ehrenmitglied Elisabeth Bartek.

Elisabeth Bartek trat vor fast 60 Jahren zusammen mit ihrem Mann Karl kurze Zeit nach der Gründung des Schachclubs Berghausen dem Verein bei. Obwohl sie nie Schach gespielt hat war sie immer äußerst aktiv am Vereinsleben beteiligt. Über viele Jahre hinweg ist sie eine der beständigsten Helferinnen bei unserem früher alljährlich stattfindenden Sommerfest im Mickenloch gewesen. Sie stand dem Verein dabei immer mit ihrer Erfahrung zur Seite. Auch auf unseren Weihnachtsfeiern war sie immer mit Herz und Seele dabei.
Sie hinterlässt in unserm Vereinsleben eine große Lücke. Wir werden Elisabeth Bartek als lebensfrohes Mitglied in Erinnerung behalten und ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.

Als Zeichen unserer Verbundenheit und als letzten Gruß legen wir ein Blumengebinde an ihrem Grabe nieder.

Der Familie möchten wir unsere Anteilnahme ausdrücken.

In Namen aller Mitglieder unseres Vereins.

Helmut Majewski, 1.Vorsitzender


Beginn des Vereinsturniers 08/09

Hallo Ihr Aktiven  und Turnierspieler,

am Mittwoch, dem 19. November 08, wollen wir mit dem VT  beginnen um 19: 40 h. Wegen des Auslosens 10 min später als gewohnt,  sonst um 19: 30 h. Bedenkzeit  1 Stunde pro Spieler,  also Schnellschach. Wegen der Teilnahme eines Schülers (Johannes) hab ich mir eine >>Verkürzung<<  ausgedacht. Man sollte gegen ihn  aus einer  Mittelspielstellung  heraus beginnen, die in der dritten Mannschaft vorkommen kann oder aufgetreten ist.  Dann hat er einen besonderen Nutzen aus dem Vereinsturnier  - und man sollte dies für beide Dunsche gelten lassen. Eine weiße und eine schwarze Stellung  handle ich am Dienstag und Mittwoch aus. So kommen alle Beteiligten mit ihrer Bedenkzeit besser aus! Im Übrigen gilt wie bisher, dass sich Runden und Hängerunden  abwechseln. Wegen der Absagemöglichkeit  an den Gegner lege ich eine Telefonliste aus. (Der Gegner braucht sich nicht abhetzen, wenn er von mir erfährt,  dass die Partie um eine Woche verschoben ist!) Wir werden diesmal auf Christian B. verzichten müssen;  allerdings aus dem erfreulichen Anlass, dass die berufliche Belastung durch neue Aufgaben gestiegen ist.-  Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bernd,  TL

ich persönlich bin bereit, irgendein Gambit zu spielen, wenn der Gegner dies ausprobieren will. -  Oder auch eine Stellung, die der Computer gegen Kasparow spielte - nachhaltiges Figurenopfer. Ich bin für beide Seiten bereit. -


H. Majewski - in DRESDEN - mit Schülermannschaft

H. Majewski - in Dresden - mit Schülermannschaft !

- - - - - Am Dienstag, dem 11.11.2008, reiste Helmut Majewski zur Schacholympiade nach Dresden, wobei er die Schüler der Neulinger Schule bei den Mannschafts- Meisterschaften betreut, die im Beiprogramm der Olympiade statt finden. Am Mittwoch nehmen diese Schüler am feierlichen Einzug teil, wobei sie Schulter an Schulter mit den Schülern des Partner- landes Guatemala einlaufen! Stolz darf man vermerken, dass er und seine Schüler die einzige badische Schule vertreten! Unter 60 teilnehmenden Schulen. - Seine Schüler hatten sich in München dafür qualifiziert. - Herr Majewski ist Leiter der Schach –AG in Neulingen/Pforzheim und wird von den Eltern unterstützt, die teilweise mitreisen! - - - - Dagegen berappt der D S –Bund keinen Pfennig bzw. Cent. – - - - Am Freitag nach dem Schlussbankett treten sie die Rückreise an. – Möge in ihnen noch lange der Flair bezaubernder Tage nachhallen, die vom fairen und sportlichen Eifer vieler Völker und Jugendlicher geprägt waren. - So leicht und problemlos dürfte selten eine internationale Begegnung abzuwickeln sein, dürfen wir Daheimgebliebenen vermuten. - - Unser schöner Sport leidet nicht unter Doping. Das Ärgerlichste, was in den vergangenen Jahrzehnten von solchen Olympiaden berichtet werden konnte, war, dass Spitzenspielerinnen in ein anderes Land / Kontinent geflohen sind und dort evtl. den „Gegner“ geheiratet haben! So schlimm finde ich das nun auch wieder nicht, vor allem, wenn man den Standpunkt des Begünstigten dieses Transfers einnehmen darf! - - - So was gab es bei der antiken Olympiade nicht. - - - -

Bernd Giacomelli


Mannschaftspokal 08/09 Auslosung 3. Runde

Pfinztal vs. Ettlingen I

 


Pokal: Pfinztal - Ettlingen 2 Nachdem wir in der ersten Runde kampflos passieren durften, da Jöhlingen keine Mannschaft zusammenbekam, hatten wir in Runde 2 schon einen härteren Brocken zu knacken. Insbesondere nachdem wir am Sonntag feststellten, dass Ettlingen 2 wohl doch eher der ersten Pokalmannschaft von Ettlingen entsprach.

An den Brettern sah es anfangs nicht zu gut aus, da Peter Ewalds (1) Gegner enormen Raumvorteil am Königsflügel verbunden mit einigen Angriffsmöglichkeiten hatte, was alles ziemlich verdächtig aussah. Ich war ans zweite Brett geflüchtet, um mal wieder Weiß zu haben und hatte im Franzosen eine sehr komplizierte und für mich auch nicht wirklich durchschaubare Stellung. Robert Zeier (3) hatte in einer Königsgambitvariante einen Bauern gewonnen, was von leichten Entwicklungsproblemen und einem Doppelbauer etwas kompensiert wurde. Unser Topscorer Bernd Giacomelli (4) hatte gegen Ende der Eröffnung eine leicht schlechtere, aber recht solide Stellung.

Als mein Gegner in tiefes Nachdenken verfiel, sich selbst damit in Zeitnot manövrierte und dennoch zu forsch auf Vorteil spielte, erhielt ich großen Vorteil. Als ich in gegnerischer Zeitnot gerade dabei war eine Qualität einzusammeln, stellte mein Gegner die Dame ein und gab danach sofort auf. In der Zwischenzeit hatte Bernd primitiv einen Bauern eingeparkt, aber danach irgendwie eine Qualität gewonnen, ich vermute mal dass hier auch gegnerische Mithilfe im Spiel war. Das entstandene Endspiel mit e-h Bauern, Springer und Dame für Weiß gegen e-, g- und h-Bauern, Turm und Dame für Schwarz war allerdings nicht wirklich klar. Bei Robert war nach einigen Ungenauigkeiten der Vorteil verflacht, auch wenn er im Leichtfigurenendspiel immer noch einen Mehrbauern hatte. Peter konnte langsam bedeutendes Gegenspiel am Damenflügel initiieren, da der weiße Angriff am Königsflügel ins Stocken geraten war. Als seine Türme über die a-Linie in die weiße Stellung eindrangen und er einen Bauern gewann, stand er klar besser. Da Bernds Gegner Damentausch zugelassen hatte und danach völlig auf Verlust stand, sah es nun ganz hervorragend aus.

Als sein Gegner später im Endspiel eine letzte von Bernd unnötigerweise zugelassene Chance mit Springeropfer zum Bauerneinzug zu kommen und danach in ein wahrscheinlich als Remis zu bewertendes Endspiel zu kommen ausließ, atmeten wir alle auf und es stand bald 2:0. Am Spitzenbrett hatten beide Spieler noch einige Fehler begangen bis Weiß sich mit einem netten Opfer ins Dauerschach rettete, so allerdings auch unseren Sieg sicherstellte. Danach sah auch Robert keinen Grund mehr sein jetzt auch sehr remisliches Endspiel weiter zu spielen und so war der Endstand von 3:1 amtlich.

Auch wenn das alles am Anfang nicht so klar aussah, so wendete sich das Blatt doch schon recht früh, wonach es ein ziemlich ungefährdeter Sieg für uns wurde. Mal sehen gegen wen wir im Viertelfinale antreten müssen.

Pfinztal - Ettlingen 2  3:1

Ewald - Rosner 0,5
Zeier, K. - Wehner 1:0
Zeier, R. - Pyvovar 0,5
Giacomelli - Fucik 1:0


Mannschaftspokal 08/09 2. Runde

 

    Pfinztal 2048   Ettlingen   2 2072 3 1 new
1 5 Ewald,Peter 2018 2 Rosner,Jonas 2135 ½ ½  
2 4 Zeier,Klaus 2060 1 Wehner,Roland 2180 1 0  
3 6 Zeier,Robert 2076 9 Pyvovar,Igor 2089 ½ ½  
4 7 Giacomelli,Bernd 2036 14 Fucik,Timo 1886 1 0  
 

Pfinztal - KSF 2 Nachdem letzte Saison unser Aufstieg fest stand, freuten wir uns unter anderem schon auf den schier hoffnungslos scheinenden Kampf gegen die Übermannschaft KSF 2. Eine Woche bevor dieser Kampf dann aber tatsächlich stattfand, wurde uns immer klarer, dass die KSF diesmal enorme Aufstellungsschwierigkeiten haben würden und somit ganz sicher keine Übermannschaft darstellen würden. Hinzu kam, dass wir durch den Einsatz meines aus Untergrombach zurückgekehrten Bruders Robert mit absoluter Bestbesetzung antreten konnten. Als nun am Sonntag die Aufstellungen fest standen, war klar, dass es ein Kampf auf Augenhöhe werden würde.

Dieser begann nun, wie ich es schon Tage vorher orakelt hatte. Ich hatte sehr gehofft, dass der zur Zeit etwas formschwache Peter Ewald (2) gegen Stefan Haas antreten müsste und war mir ziemlich sicher, dass diese Paarung wie so oft recht schnell Remis enden würde. Als mir nach etwa einer Stunde leichte Zweifel an meiner Einschätzung kamen, bot Stefan Haas in bequemer Stellung mit Schwarz Remis an, was Peter nach Rücksprache mit mir gerne annahm. Bereits kurz zuvor hatte Michael Gassners (6) Gegner primitiv eine Figur eingestellt, sodass es ganz gut für uns aussah. Zusätzlich war Gerald Fischbach (8) direkt nach der Eröffnung in ein bequemes Endspiel geraten, in dem nur er auf Gewinn spielen konnte, was ihn auch dazu veranlasste ein frühes Remisangebot seines Gegners abzulehnen. Auch Robert Zeier (3) hatte mit Schwarz früh die Initiative, wenn er dafür auch viel Bedenkzeit verbraten hatte. Ansonsten standen wir an keinem Brett schlechter.

Nach einiger Zeit hatte Michaels Gegner trotz Minusfigur einigen Druck aufgebaut, wobei ich mir aber nie ernsthafte Sorgen machte. Als er die einzige für mich ersichtliche Fortsetzung seiner Angriffsbemühungen wählte und noch eine Figur opferte, war es schnell um ihn geschehen und Michael konnte am Ende mit 3 Leichtfiguren mehr die Führung einfahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Dirk Ripp (7) sich mit Schwarz deutliche Stellungsvorteile herausgearbeitet, während seine Gegnerin recht planlos am Damenflügel herum manövrierte. Bei Gerald war der anhaltende Druck in einen Mehrbauern gemündet, der allerdings durch zwei Doppelbauernpaare leicht kompensiert wurde. Dennoch war das verbliebene Springer+Turm Endspiel aufgrund der viel besseren Springervorposten deutlich besser für ihn. An den bisher nicht erwähnten Brettern war bislang nicht viel passiert. Peter Köster (5) stand solide, wenn auch vielleicht leicht schlechter. Bernd Giacomelli (4) hatte aus der Eröffnung heraus eine leicht bessere Stellung mit je zwei Türmen, Dame und ungleichfarbigen Läufern erhalten, während ich am Spitzenbrett weiter bemüht war mit Schwarz völligen Ausgleich nachzuweisen.

Dann ging es an den hinteren Brettern Schlag auf Schlag. Erst gewann Dirk nachdem er mit einem thematischen Durchbruch am Königsflügel den Druck erhöht und einen Bauern gewonnen hatte. Als seine Gegnerin in sehr schwieriger Stellung auch noch die Dame einstellte, war der hochverdiente Sieg von Dirk amtlich. Wenig später vollstreckte auch Gerald zum ganzen Punkt, nachdem er scheinbar mühelos den gegnerischen Widerstand durchbrach und fast alle gegnerischen Bauern einsammelte. Als dann auch noch Bernd in nach eigener Aussage verlorener Stellung (keine Ahnung wie das passiert ist) gewann, weil seine Gegnerin die Dame gegen einen Turm einstellte, war der Mannschaftssieg bereits sicher.

In der Zwischenzeit hatte ich in Zeitnot mit einigen ungenauen Zügen mein nur leicht schlechteres und wahrscheinlich haltbares Läuferendspiel deutlich verschlechtert und kämpfte nun mit nicht mehr allzu viel Hoffnung um den halben Punkt. Peter Kösters Stellung war nie groß aus dem Gleichgewicht geraten, auch weil vor allem Weiß das letzte Risiko gescheut hatte und das so entstandene Springerendspiel bot nicht wirklich große Spannung. Robert war sowohl mangelnde Spielpraxis als auch mangelnder Schlaf in der Nacht zuvor deutlich anzumerken, sodass er seine Stellung mit einer ganzen Reihe von ungenauen bis schlechten Zügen verschlechtert hatte, was allerdings bei genauem Spiel immer noch fast Ausgleich bedeutet hätte. Als ich dann meiner stark spielenden Gegnerin den Gewinnweg unnötig erleichterte, musste ich wenig später aufgeben. Peter konnte sich nach einer ganzen Reihe weiterer Züge ein verdientes Remis sichern und zum Abschluss musste Robert nach einigen weiteren schwachen Zügen völlig unnötig das 5:3 hinnehmen.

Im Gegensatz zum Bericht des gegnerischen Mannschaftsführers denke ich, dass unser nie gefährdeter Sieg durchaus in Ordnung geht, da zwar Bernd mal wieder mit dem Glück im Bunde war, wir aber an den hinteren Brettern völlig dominierten und bei meinem Bruder und mir durchaus noch mögliche Punkte liegen ließen, sodass sogar ein höherer Sieg möglich, wenn vielleicht auch nicht verdient gewesen wäre. Nach diesen für uns extrem wichtigen 3 Punkten, gilt es nächsten Spieltag gegen Ladenburg 2 nachzulegen, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen.

Pfinztal - KSF 2  5:3

Zeier, K. - Kiefhaber, V. 0:1
Ewald - Haas 0,5
Zeier, R. - Litvinov 0:1
Giacomelli - Scheynin 1:0
Köster - Khalil 0,5
Gassner - Grofig 1:0
Ripp - Juszczak 1:0
Fischbach - Cofman 1:0


Waldbronn II vs. Pfinztal III Die 3. Mannschaft des SV Pfinztal fuhr heute mit 8 Leuten geschlossen und voller Zuversicht nach Waldbronn. Die Bretter waren wie folgt besetzt:

1) Tobias Bantle
2) Helmut Löffel
3) Jonas Aufmkolk
4) Tim Pollandt
5) Michael Crone
6) Johannes Dunsche
7) Anton Dunsche
8) Dominik Bardon

Wir waren bereits um 9.30 Uhr vor Ort und die Stimmung war hevorragend. Etwas Ernüchterung trat ein, als wir unsere Gegner kennen lernten.

Brett1 Aßenmacher DWZ 1582
        2 Böhler                  1592
        3 Dieterl                  1439
        4 Obert                   1436
        5 Kapfer                  1431
        6 Klobe                   1502
        7 Leuschner            1368
        8 Prautzsch              1196 (Bezirksjugendmeister U 16)

Aber die DWZ ist ja nur eine Zahl, schließlich haben wir ja auch drei Leute mit Zahl (Löffel 1201, Bantle mit 1193 und Dunsche J. mit 972). Frohen Mutes gingen die Partien los und siehe da, sie dauerten lang. Tobias zog ganz ungücklich seinen König in eine bedrohte Grundlinie zurück, wodurch er aus einen geplanten Angriff bei vorteilhafter Stellung mit Verlust eines Turmes ging. Daraufhin ging die Partie verloren. Herr Löffel kämpfte wie ein Bär gegen einen überlegenen Gegner. Jonas führte über einige Zeit das Spiel und lag zwei Bauern vor. Leider schlich sich dann ein kleiner Patzer ein. Ebenso Tim. Beide zeigten ein gutes Spiel und sie machten es ihren Gegnern nicht leicht. Michael verlor ebenfalls unglücklich, wie Anton. Johannes kämpfte bis zum Schluss, stand Remis, aber patzte
zu Guter letzt im Bauernendspiel mit einem Königszug. Dominik wurde überrascht durch einen rasant spielenden Bezirksmeister, der ihm in den ersten zehn Zügen einen Springer abtrotzte. Alle blieben bis zum Schluss. Es gab ein wirkliches Mannschaftsgefühl und wir korrigieren unser Saisonziel auf: Nichtabstieg. Der Gegner heute war nicht zu schlagen, aber es kommen schwächere und die Jugendlichen werden von Spiel zu Spiel stärker, überlegen länger und - ich bin sicher - sie werden in einer der nächsten Begegnungen ihre ersten Punkte holen. Heut haben alle 3 Minderjährigen saubere Leistungen gegen sehr starke Gegner abgeliefert.

Dunsche, A.


3. Runde VBR 08/09

Pfinztal I KSF II 5.0 3.0
Jöhlingen II Pfinztal II 0.5 7.5

Waldbronn II

Pfinztal III 8.0 0.0

Jugendbezirkseinzelmeisterschaften 2008/09 (Teil 2)

Fortsetzung...

Sonntag, 27. Oktober

Am morgen trafen wir uns mit der gleichen Besetzung zum verabredeten Zeitpunkt nur um festzustellen, dass die Partien nicht, wie der Jugendleiter annahm, um 9.45h, sondern schon um 9.30h begannen. Das hatte den Vorteil, nicht ewig auf den Beginn warten zu müssen, und den Nachteil, dass Nils etwa 4 Minuten abhanden kamen, während am Brett von Jonas schon 2 Spieler saßen.  Beide Spieler  schienen es  mit dem Lesen ähnlich genau zu nehmen wie der Jugendleiter, weshalb dieser sich auch des Kommentars, „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“, dieses Mal ausnahmsweise nicht bediente. Als man dann den einen Spieler erfolgreich vom Brett scheuchen konnte, wurde auch diese Partie mit Verspätung gestartet.  Jonas ließ sich dadurch aber nicht verwirren, er spielte sogar die beste seiner bislang 4 Partien. Zuerst gewann er, mit schwarz spielend, in einer der Spanischen Abtauschvariante ähnlichen Stellung einen wichtigen Zentrumsbauern, danach entwickelte er seine Läufer auf die bestmöglichen Felder und drang anschließend mit den Türmen auf die 2. Reihe vor. Weiss musste chancenlos zusehen, wie er sämtliches Material und die Partie verlor.

Von Nils konnte man auch eine solche Vorstellung erwarten, da wir seinen Gegner aus Oberhausen nicht für wirklich spielstark hielten. Doch dieser entpuppte sich gerade in der Eröffnung als bärenstark und brachte Nils, der selbst einmal Katalanisch ausprobieren wollte, sehr schnell in eine schlechte Stellung. Zum Glück kam nach 15 Zügen von Schwarz ein Remisangebot, was Nils, da er davon ausging. schlechter zu stehen, annahm.

 

Nachdem Nils remisierte, schien Jonas einem Remis in seiner nächsten Partie auch nicht abgeneigt gewesen zu sein. Mit einer aktiven Dame gegen zwei nicht verbundene Türme gelang es ihm nicht, mehr als Dauerschach herauszuholen. Nun konnten beide Jugendlichen mit 50 % in ihre letzte Partie des heutigen Tages gehen. Für Jonas war es die letzte Partie in der Meisterschaft, während Nils in 2 Wochen seine letzte Runde wird spielen müssen.

 

Gemeinhin sind letzte Partien bei einem schweren Schachwochenende sehr fehleranfällig. Die Fehler machten aber lediglich die Gegner, was Jonas und Nils eiskalt ausnutzen konnten. In der Partie von Jonas sah es lange Zeit nicht besser aus. Bei beiderseitigen langen Rochaden und nach einigem Figurengetausche, blieben je 2 Türme und ein Springer übrig. An sich gab es kaum eine Möglichkeit die Partie zu gewinnen, wäre der Gegner nicht ein Verfechter der Passivität gewesen.  Völlig abgeklärt schnappte sich Jonas 2 Bauern auf dem Königsflügel,  die er einen um den anderen nach vorne preschen ließ.  Mit einer gelungenen Kombination verwertete er einen der Freibauern zu einer Dame und erledigte dann anschließend  den weissen König.

Nils hatte es da schon etwas schwerer. In einer sizilianischen Partie mit kleinem Zentrum machte der Gegner den Fehler, seinen weissfeldrigen Läufer unter 2 Tempoverlusten abzutauschen. Nachdem Schwarz dann d5 durchsetzen konnte war die Stellung eindeutig besser für Nils. Doch Weiss gab sich nicht geschlagen. Findungsreiche Verwicklungen anstrebend war tatsächlich ein Figurengewinn möglich, sollte das Matt verhindert werden. Diese Variante hatte selbst Vassili nicht kommen sehen, der solche Stellungen schon mit der Muttermilch aufgesogen haben muss. Nils gelang es in der Folgezeit sämtliche Drohungen abzuwehren und kam mit einer Mehrfigur gegen einen an sich ungefährlichen Freibauern aus der Zeitnotphase. Nach langem Nachdenken entschied sich Nils, in ein Damenendspiel mit 2 Mehrbauern einzulenken und dafür den Freibauern des Gegners zu kassieren. Auch wenn unter praktischen Gesichtspunkten eine andere Vorgehensweise geraten war, verfügte er über eine saubere Technik in diesem nicht einfachen Endspiel und gewann souverän.

 

Der Endstand im U14 Turnier brachte für Jonas Aufmkolk in seinem ersten Turnier mit 3,5 Punkten aus 6 Partien einen hervorragenden 8. Platz, nur einen halben Punkt hinter der zweitplazierten Jasmin Mangei aus Untergrombach und ein Punkt hinter dem Gewinner Clemens Weber aus Ettlingen, der neben dem drittplazierten Leander Hirschberg als einziger ohne Niederlage auskam.

Nils muss in 2 Wochen zu seinem letzten Spiel noch einmal nach Jöhlingen reisen und kann dort mit einem Sieg theoretisch noch auf den dritten Platz vorrücken. Zur Zeit liegt er mit 2,5 Punkten aus 4 Partien auf dem 7. Rang und spielt in der letzten Runde mit Schwarz gegen den 5. Platzierten Lukas Pfatteicher von den Karlsruher Schachfreunden.

 

Als Resümee kann man sagen, dass es ein äußerst gelungenes Wochenende war. Neben den beiden Protagonisten Nils und Jonas, die sich trefflich geschlagen haben, möchte ich mich besonders bei den beiden Betreuern Klaus und Vassili  für ihre Unterstützung bedanken. Sie standen immer mit Rat und Tat zur Verfügung und machten das Wochenende so zu einer nahezu perfekten Veranstaltung. 

 

Dirk Ripp

Jugendleiter


Jugendbezirkseinzelmeisterschaften 2008/09 (Teil 1)

Am vergangenen Wochenende, Samstag und Sonntag,  25./26.  Oktober, standen die Bezirksmeisterschaften der  Jugend auf dem Programm. Mit Nils Heck und Jonas Aufmkolk traten dieses Jahr, erstmals seit einigen Jahren wieder zwei Spieler an, die Farben der Schachvereinigung Pfinztal zu vertreten. Nils in der Jugend U16 und Jonas in der Kategorie U14.

Löblicherweise stellten wir den Beiden neben dem Jugendleiter die Mannschaftsführer der I. und II. Mannschaft, Klaus Zeier und Vassilios Terzis zur Seite.

 

Samstag, 26. Oktober

Pünktlich morgens um 9.15h, rechtzeitig zum Anmeldeschluss, kamen wir in Jöhlingen an, nur um auf die ersten angesetzten Partien eine Stunde zu warten. Dies lang jedoch nicht an der mangelnden Organisation, sondern daran, dass sich der Schachclub Waldbronn nebst Betreuern etwa eine halbe Stunde verspätet hatte. Das zu monieren ist zwar völlig sinnlos, sei aber der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnt. Als dann die ersten Partien ausgerufen wurden, schien es, als seien Jonas und Nils durch die Wartezeit in eine Art Stand-by Modus verfallen, was sich aber nach den ersten Zügen schnell legen sollte.

 

Jonas, mit Weiss spielend, sah sich mit der Skandinavischen Verteidigung seines an Nummer 2 gesetzten Gegners Tobias Dehm konfrontiert. Diese Eröffnung war eine Überraschung für Jonas, da er solche Ideen bisher noch nicht kannte. Nach einigen ungenauen Zügen drang die schwarze Dame derart mächtig in das weisse Lager ein, dass ein Turmverlust unabdingbar war, ein Grund aufzugeben, könnte man meinen. Nicht so Jonas. Mit geduldigem langsamem Spiel gelang es Jonas die Qualität zurückzuerobern, gegen einen a tempo spielenden Gegenüber. Dass es letztendlich nicht zu etwas zählbarem reichte, lang auch mit an der Souveränität von Tobias Dehm, dem es gelang, möglichst viele Figuren vom Brett zu tauschen und der das Endspiel dann mit der Mehrfigur sicher nach Hause brachte. Kein Beinbruch in der ersten Partie gegen einen starken Gegner.

 

Nils hatte bei der Auslosung etwas mehr Glück. Er kam nicht gegen einen gesetzten Spieler und durfte mit Weiss zeigen was in ihm steckte, und das tat er dann auch. In einer für schwarz schlechten Philidorvariante, baute Nils eine Läufer/Dame- Batterie auf den Felder b3/c2 auf und drohte sowohl mit einem Einschlag auf f7 und b7. Sein Gegner fand nicht die beste Erwiderung ( ….d5 !!, K.Zeier) und ermöglichte mit De7 den Einschlag auf b7. Die Analysen und Diskussionen in der Kantine zwischen Vassili, Klaus und mir, ob der richtigen Vorgehensweise ließ mir sogar den Kaffee kalt werden. Nils entschloss sich jedoch zuerst seinen König in Sicherheit zu bringen, und dafür einen Bauern zu opfern. Den Bauern auf e4 wähnte er  jedoch vergiftet, wie Klaus und zuerst auch ich, bis uns Vassili auf die richtige Fährte brachte. Eine, nur von ihm gesehene Variante ergäbe, wie die anschließende Analyse auch deutlich zeigte, leichten schwarzen Vorteil, mit wohl nur wenig Kompensation für die geopferte Qualität. Doch glücklicherweise machte der völlig mit der Stellung überforderte Gegner nachfolgend zwei sehr schwache Züge und Nils konnte ihm ohne große Mühe eine Figur wegschnappen, um dann die Partie mühelos nach Hause zu bringen.

 

In der 2. Runde änderte sich dann das Blatt. Jonas kam gegen einen ungesetzten Spieler, während es Nils mit dem erfahrenen Stefan Reither  ( DWZ 1529) aus der Schule des Kerberos zu tun hatte.  Jonas setzte sich dann auch schnell ans Brett und ebenso schnell war die Partie vorbei.  In einer von beiden Seiten mit vielen Fehlern gespickten Partie lang das glücklichere Ende nicht auf Seiten von Jonas, der kaum fassen konnte gegen einen so schwachen Gegner verloren zu haben. Doch ohne Nachzudenken ist manches Mal auch ein schwacher Gegner ein nicht zu überwindendes Hindernis. Jonas gelobte nach der Partie Besserung, das werde ihm nicht noch einmal passieren.

Die Hoffnungen der 2. Runde ruhten also auf Nils. Ihm wurde Katalanisch vorgesetzt und ein früher Damentausch war nicht in seinem Sinne. Doch die Dame hatte keine wirklich guten Felder und wurde von den weissen Figuren über die Prärie gejagt. Letztendlich nahm die Odyssee mit Qualitätsgewinn nebst aktiverem Figurenspiel ein schnelles Ende.  Somit war der erste Tag für Nils mit einem klaren Sieg und einer deutlichen Niederlage zufriedenstellend verlaufen.

 

Jonas hatte noch eine Partie zu spielen, und man merkte ihm an, dass er jetzt unbedingt gewinnen wollte. Nach nur 15. Zügen war es dann auch soweit. Sein Gegner stellte die Dame ein und alle paar Züge wurde dessen Material mehr und mehr dezimiert. Das Matt war dann nur noch Formsache - endlich der erste Sieg!  Insgesamt holte  Jonas am ersten Tag aus den 3 Partien einen Punkt, mit etwas mehr Konzentration hätte durchaus mehr drin sein können.


Verspäteter Start und neue Hoffnung

Die neue Schachsaison bringt auch neue Regeln und eine dieser Regeln sorgte schon am ersten Spieltag der Saison 2008-2009 für Aufregung. Seit dieser Saison dürfen nur anwesende Spieler in einer Mannschaft aufgestellt werden und nicht der sonst in dieser Hinsicht so wenig vorbildhafte 1. Vorstand war das einzige Problem (naja er war nur 10 Minuten zu spät), sondern Ralf Gassner verschlief den Beginn des Spieltages um 20 Minuten.  Glücklicherweise ließ sich ich mich vom unhöflichen  und drängenden Kerberos der Karlsruher Turnierordnung und aller Schachregeln und Satzungen, dem Mannschaftsführer von Neureut, nicht beirren und mit fast 25 Minuten weniger auf der Uhr, aber komplett, konnte die 2. Mannschaft in die neue Saison starten. Mit großer Genugtuung  konnten wir am Ende des Spieltages das Ergebnis bejubeln, denn am Brett und nicht am grünen Tisch entscheiden sich die Partien.

Einzig Christian Buggle an Brett 6 stand sehr früh auf Verlust, Jan Bauer (Brett 1), Ralf Gassner (Brett 3)  und Helmut Majewski (Brett 7) standen gut und meiner Meinung nach auf Gewinn, Stephan Schade (Brett 2) stand materiell ausgeglichen, aber komisch, Johann Gröning (Brett 5) hatte gewonnen, bevor ich  zum ersten Mal auf sein Brett schauen konnte und Andreas Liedhegener (Brett 8) und ich (Brett 4) standen wohl etwas schlechter. Dem erwarteten Ausgleich der Neureuter durch den Verlust von Christian folgte der Sieg von Jan, eine Remis von Helmut, der seine gute Stellung nicht  verwerten konnte, und ein überraschend schnelles Remis von Stephan. Beim Stand von 3:2 war der Sieg in greifbarer Nähe, denn der Gegner von Andreas hatte seine Partie überzogen und in eine Verslustpartie verwandelt und der Mannschaftsführer von Neureut machte seinem Ruf alle Ehre und konzentrierte sich mehr auf die strenge Jagd nach klingelnden Handys  und anderen Regelverstößen und bettelte fast nach jedem Zug um Remis. Ralf tat ihm den Gefallen nicht, gewann souverän sein deutlich besseres Endspiel und bescherte uns den Mannschaftssieg. Inzwischen war meine Partie nicht mehr zu gewinnen und mein junger Gegner ließ sich auch nicht austricksen, was ihm den wohlverdienten Punkt zum Endergebnis von 5:3 für Pfinztal einbrachte.

Eine Stunde später, als das Spiel in Neureut, begann unser erstes Heimspiel am 2. Spieltag des Saison und nach den Erfahrungen am ersten Spieltag war zu erwarten, dass alle pünktlich sein würden. Diesmal ließ uns Johann Gröning fast 10 Minuten lang warten, bevor wir die Mannschaft aufstellen konnten. Im Gegensatz dazu war unser jugendlicher  Debütant in der 2. Mannschaft, Nils Heck, ein Vorbild an Disziplin und Einsatz und ist auch wegen seiner  Vorstellung am Brett, schon nach einem Spiel, nicht mehr aus der Mannschaft  zu denken. Unser Gegner war Malsch und Vorsicht war geboten, denn Malsch konnte letze Saison mit seinen starken vorderen Brettern einen Punkt aus dem Pfinztal entführen.  Diesmal war sehr früh zu sehen, dass es nicht viele Punkte für Malsch geben würde.

Nils an Brett 8 eröffnete die Punkteausbeute, denn im Gegensatz zu seinem Gegner, überlegte er lange und machte keine Fehler, sondern nutze die des Gegners konsequent aus. Frühe Remisangebote an Jan Bauer (Brett 1) und Andreas Liedhegener  (Brett 7)  konnten angenommen werden, denn bei Johann (Brett 6) und mir (Brett 5) sah es sehr vorteilhaft aus, Michael Teutsch (Brett 2) und Ralf Gassner (Brett 4) hatten gute solide Stellungen und nur Stephan Schade (Brett 3) stand mit Bauer und Qualität, sowie Stellung weniger, sehr schlecht. Mann soll aber den „Hexer“ nicht abschreiben, solange er eine Dame und das Läuferpaar hat, denn in seinen Händen ist das mehr Wert, als eine Qualität und „Hex Hex“ war der Gegner plötzlich Matt. Es ging Schlag auf Schlag weiter und die nächsten Punkte trudelten bei Michael, Ralf und mir ein. Leider übersah Johann ein Turmopfer mit sicherem Gewinn und wickelte stattdessen in ein Endspiel mit 2 Mehrbauern, aber ungleichfarbigen Läufern ab, so dass er das Remisangebot des Gegners annahm.

Nach dem Spieltag räumte die 2. Mannschaft gemeinsam die Bretter und Tische auf und alle waren sehr zufrieden mit der Verlauf des Tages. Ganz besonders erwähnenswert auch hier der Einsatz des neuen Jungstars der Mannschaft, Nils, der frischen Wind und neue Hoffnung in die 2. Mannschaft bringt. Ganz nebenbei noch Danke an Anton Dunsche (Mannschaftsführer 3) für Brezeln und süßes Gebäck. Wir hoffen dass er mit solchen Aktionen seine Spieler zusätzlich motivieren kann. Der 2. Mannschaft hat es jedenfalls geschmeckt und wir teilen auch weiterhin gerne der Raum mit der 3. Mannschaft und bauen auch gerne Ihre Bretter auf und wieder ab.

Vassili    


Hockenheim 2 - Pfinztal Wie der Hockenheimer Mannschaftsführer bei der Begrüßung richtig feststellte, würde es dieses Jahr für beide Mannschaften nicht leicht werden, die Klasse zu halten. Umso wichtiger war für beide natürlich das Spiel gegen die direkte Konkurrenz. Da die Hockenheimer Reserve vor allem bedingt durch ihre erste Mannschaft einige Aufstellungsprobleme hatte, schienen wir sogar leicht favorisiert.

Der Kampfverlauf sah zuerst ein schnelles Remis von Dirk Ripp (6), der mit Schwarz leicht ausgeglichen hatte und mangels Schlaf lieber den halben Punkt einsammelte. Ansonsten liefen alle Partien in gewohnt ausgeglichenen Bahnen, wobei Michael Kayser (8) mit dem Marschall Angriff eine Stellung hatte, die ihm liegt, während sein jugendlicher Gegner mit der Variante nicht wirklich vertraut schien. Bernd Giacomelli (3) hatte mal wieder eine schwer zu durchschauende Stellung auf dem Brett, die im weiteren Verlauf auch einige Male hin und her wankte.

Das nächste Ergebnis gab es bei Gerald Fischbach (7), dessen Gegner es geschafft hatte, die anfängliche weiße Initiative zu neutralisieren und sich so ein Remis sicherte. Peter Ewalds (2) Stellung im Königsinder sah anfangs vielversprechend aus, auch wenn es nicht ganz klar war, wie er Fortschritte erzielen sollte und er immer noch die typischen langfristigen Probleme mit dem Königsläufer hatte. Peter Köster (4) hatte mit Schwarz keine Probleme und stand lange Zeit mindestens ausgeglichen. Michael Gassner (5) und ich versuchten beide Vorteil gegen die Tartakower Variante im Damengambit zu erhalten. Leider hatte Michael Kayser geplagt von einem verrenkten Hals die Variante zu Vorteil gesehen und verworfen und hatte nun bei schwindender Kompensation weiter den im Marschall üblichen Bauern weniger. Bei späteren Analysen schien hier zwischenzeitlich sogar der e3-Läufer verloren zu gehen.

Leider entwickelte sich der Kampf auch sonst mit zunehmender Zeit sehr schlecht. Ich hatte mir kurz nachdem ich aus meiner Vorbereitung geflogen war unnötigerweise einen Isolani verschafft, den ich nun passiv verteidigen musste. Michael Gassner hatte sich bei ordentlicher Stellung verrechnet und bei einem Tauschmanöver einen Bauern eingebüßt. Am Schlimmsten traf es aber Peter Köster in der Zeitnotphase, der sich in völlig ausgeglichener Stellung einfach Matt setzen ließ. Da auch Peter Ewald ungeschickt fortgesetzt hatte und hier immer mehr der schlechte Königsläufer zum Problem wurde, sah es nun gar nicht gut aus. Da half es auch nur wenig, dass Michael Kayser mit etwas gegnerischer Hilfe eine remisliche Stellung im Turmendspiel mit Minusbauern erreicht hatte.

Glücklicherweise konnte ich mich nach einer Ungenauigkeit meines Gegners mit aktivem Spiel aus meiner misslichen Lage befreien und die Dame tauschen, wonach ich in Zeitnot noch einige technische Probleme lösen musste, um ein nur minimal schlechteres Endspiel zu erhalten. Nachdem Michael Kayser nach gutem Kampf sein Remis sicherte und Peter Ewalds Gegner mit einem hübschen Überlastungsmotiv der schwarzen Stellung den Todesstoß versetzte, konnte ich meine Partie mit Remis beenden. Nun stand es also 2:4.

Die beiden verbliebenen Partien waren die von Bernd, in der wie schon vorher angemerkt der Vorteil einige Male die Seite gewechselt hatte und die von Michael Gassner, der nach der Zeitkontrolle angesichts eines entfernten Mehrfreibauern des Gegners objektiv sicher auf Verlust stand. Wenigstens war bei Bernd der Vorteil gerade auf der richtigen Seite und Bernd war hauptsächlich damit beschäftigt einen Vollstreckungsweg zu finden. Dies gelang ihm mit einigen genauen Zügen auch sehr gut und da der Gegner sich nicht optimal verteidigte, konnte Bernd sehr bald den Anschlusstreffer markieren. Michael Gassner profitierte dann von einem Überseher seines Gegners, der seinen Mehrfreibauern opferte im Glauben eine Figur zu gewinnen. Da dies aber nicht der Fall war, bekam Michael eine leicht bessere Stellung mit dem schwachen d5 Bauern als Angriffsziel. Nachdem es ihm gelungen war, diesen zu gewinnen, entstand ein Turmendspiel mit 4 gegen 3 Bauern auf der gleichen Seite und einem deutlichen Zeitvorteil. Nachdem ich schon vorher eindringlich klar gemacht hatte, dass ein Remis inakzeptabel war, spielte Michael hier mannschaftsdienlich auf Gewinn und profitierte von den mit schwindender Zeit immer ungenaueren Zügen seines Gegner, sodass Michael tatsächlich noch das Mannschaftsremis sichern konnte.

Zwar konnten wir nicht die erhofften 3 Punkte holen, aber nach diesem Kampfverlauf müssen wir froh sein, noch ein Unentschieden erreicht zu haben. Damit konnte uns der direkte Konkurrent immerhin nicht enteilen und wir haben weiter alle Chancen im Kampf um den Klassenerhalt.

Hockenheim 2 - Pfinztal 4:4

Behling - Zeier 0,5
Thier - Ewald 1:0
Bartsch - Giacomelli 0:1
Auer - Köster 1:0
Werk - Gassner 0:1
Straub - Ripp 0,5
Sturm - Fischbach 0,5
Ludwig - Kayser 0,5


2. Runde VBR 08/09

Hockenheim II Pfinztal I 4.0 4.0
Pfinztal II Malsch I 6.5 1.5
Pfinztal III Post 0.5 6.5

Pfinztal - Untergrombach 2 Am 28.09. war es endlich soweit, die SV Pfinztal feierte ihre Verbandsligapremiere. Zugegebenermaßen spielte mit Söllingen einer der Vorgängervereine vor längerer Zeit schon einmal in der Verbandsliga. Nichtsdestotrotz war es für den Verein in seiner jetzigen Konstellation eine Premiere und bei der wollten wir zuhause gegen Untergrombach 2 auch möglichst gut aussehen. In Anbetracht der nur sehr knappen Niederlage vor 2 Jahren, hegten wir auch leichte Hoffnungen vielleicht etwas Zählbares holen zu können. Leider war es der erste Spieltag, sodass die Untergrombacher Reserve aus dem Vollen schöpfen konnte und nicht auf ihre Erste Rücksicht nehmen musste. Ihr Spitzenmann Bernd Schneider war zwar noch kurzfristig verhindert, aber ansonsten boten sie fast alles auf.

In der Anfangsphase tat sich nicht allzuviel. Ich hatte am Spitzenbrett mit Schwarz keine große Mühe die Stellung nahezu auszugleichen. Peter Köster (4), Michael Gassner (5) und Dirk Ripp (6) hatten optisch angenehme Stellung, ohne dass an einem der Bretter das Gleichgewicht groß gestört war. Peter Ewalds (2) Vorgehensweise schien mir schon früh unglücklich, aber noch war nichts passiert. Nur Bernd Giacomelli (3) stand gegen unser Exmitglied Valerian Hirschberg schon nach 3 Zügen seltsam und danach in der Eröffnungsphase zunehmend verdächtig, sodass ich hier mit einem relativ schnellen Ende rechnete. Bei Gerald Fischbach (7) und Michael Kayser (8) war anfangs auch nicht viel los.

Nach fast 3 Stunden Spielzeit stand es weiterhin 0:0, was schon zeigte, dass wir nicht mehr in der Landesliga spielen. Allerdings ließ sich bereits absehen, dass Peter Ewald nach einigen zweifelhaften Zügen strategisch total auf Verlust stand, sodass ich hier früher oder später mit einer Null rechnete. Bernd stand weiterhin bescheiden, wobei der entscheidende Einschlag immer noch nicht zu sehen war. Michael Gassner verpasste zwischenzeitlich eine spektakuläre Wendung mit Bauerngewinn unter Figuren- und Damenopfer bei sehr guter Stellung. (Für alle Interessierten siehe Partien auf der BSV Seite 14. ... Sxg3 15. Kxg3 Dxh4+ 16. Kxh4 Sxf5+ nebst Se3+ und Damenrückgewinn.) Nachdem er diese sehr verborgene Möglichkeit verpasst hatte, entglitt ihm immer mehr die Konzentration und damit auch die Stellung, sodass er das 0:1 hinnehmen musste. Bernd hatte zwischenzeitlich eine Qualität eingebüßt und kämpfte nun in einem Endspiel ums Remis, wobei er objektiv auf Verlust stand. Doch dann passierte mal wieder das Unglaubliche, Valerian stellte ohne Zeitnot einfach einzügig einen Turm ein und gab danach entsetzt auf. Peter Kösters Gegner Stefan Schork wandelte auf GM Kasimdzhanovs Spuren und spielte Albins Gegengambit und zwar auf eine sehr aggressive und riskante Weise ohne den König in irgendeine Richtung zu rochieren. Die Stellung sah immer irgendwie verdächtig aus, aber im Nachhinein geben ihm die Blechbüchsen wohl recht, dass er sich jederzeit in der Remisbreite befand. Als er dann aber in einem nur minimal schlechteren Endspiel versuchte auf Gewinn zu spielen anstatt eine der vielen Remismöglichkeiten zu nutzen, wurde er von Peter abgestraft und wir führten 2:1.

Abgesehen von einer vielversprechend aussehenden Stellung bei Dirk hatten wir sonst aber nicht viel vorzuweisen. Ich hatte mich mit einer ganzen Reihe ungenauer Züge in Schwierigkeiten gebracht, die ich nur schwer im Griff behalten konnte. Als ich es in Zeitnot auch noch für eine gute Idee hielt, meinen wichtigen Springer abzutauschen, stand ich sehr schwierig. Peter Ewald hatte weiterhin sein furchtbare Stellung mit einem selbsteingesperrten Läufer, der so schlecht war wie schlechte Läufer überhaupt nur sein können gegen einen Monsterspringer bei auch ansonsten extrem passiver Stellung. Gerald hatte auch einige Ungenauigkeiten zu viel begangen und war in einem ziemlich hoffnungslosen Endspiel mit entferntem Freibauer weniger und schwachem König. Und Michael Kayser hatte kurz nach der Eröffnung primitiv einen Zentrumsbauern eingestellt, dem er nun die ganze Partie hinterherlief.

Wenig später hatte Dirk die eine Möglichkeit auf klaren Vorteil übersehen und seine Stellung verflachte zusehends, sodass er ins Remis einwilligen musste. Nach den Niederlagen von Gerald und Peter Ewald lagen wir 2,5:3,5 zurück und es blieben zwei schlechte Stellungen. Ich hatte ein schlechtes Turmendspiel mit einem sehr schwachen d5 Bauern, sodass ich mich entschloss den wahrscheinlich ohnehin totgeweihten Bauern zu opfern, um etwas Aktivität zu ergattern. Währenddesssen hatte Michael am letzten Brett ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit Minusbauer, bei dem es nur noch die Frage war, ob sein junger Gegner die kleinen technischen Schwierigkeiten würde lösen können. Dieser war allerdings völlig souverän und so stand es nach gut 5 Stunden 2,5:4,5. Somit verblieb nur noch das Spitzenbrett, an dem sich meine Träume vom aktiven Turm ziemlich in Luft aufgelöst hatten und ich schon extreme Verrenkungen anstellen musste, um überhaupt im Spiel zu bleiben. Ich kämpfte zwar verbissen und fand noch so manche Ressource, aber am Ende fehlte mir im Turmendspiel ein Tempo, sodass ich mit 9 Sekunden auf meiner Uhr und irgendwas um die 30 Sekunden auf der meines Gegners doch die Waffen strecken musste.

Im Großen und Ganzen waren wir in diesem Mannschaftskampf chancenlos, zwar hätte ich nicht unbedingt verlieren müssen und Dirk hätte eventuell gewinnen können, aber in Anbetracht des geschenkten Punktes an Brett 3 ging das Ergebnis auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Am nächsten Spieltag müssen wir zum Aufsteigerduell zur Hockenheimer Reserve reisen, ein enorm wichtiges Spiel, wenn wir eine Chance auf den Klassenerhalt haben wollen.

Pfinztal - Untergrombach 2  2,5:5,5

Zeier - Doll 0:1
Ewald - Melzer 0:1
Giacomelli - Hirschberg 1:0
Köster - Schork 1:0
Gassner - Kohl 0:1
Ripp - Krieger 0,5
Fischbach - Zjajo 0:1
Kayser - Graf 0:1


1. Runde VBR 08/09

Pfinztal I Untergrombach II 2,5 5,5
Neureut II Pfinztal II 3,0 5,0
Pfinztal III  spielfrei    

Bezirksschachtag 2008

  U´gb  KSF 2 KSF 1  Waldb Sulzfd Wies´t Karlsb   U´gb KSF 2 KSF 1 Wald Sulz Wie´tl Karls-bad Br  P
                                 
Klaus  0 1 1 0 0 0,5 1   0 0 0 0 1 0 1 5,5
  Fuchs   Werner Franz Eckl Widm.                    
Peter  E.  0 0 0 0 1 1 1   0,5 0 0 0 1 1 0,5 6,0
  Schnd Khalil Haas Kapfer   Heilig                    
 Bernd  0 0 0 0 0 0 1   0 0 1 0,5 1 1 1 5,5
  Schork Zim-ma Bach Hagen   Martus jun.               jun.  
 Stephan 0 0 0 0 1 1 1   0 0 0 1 1 0 0 5,0
                                 
  0 1 1 0 2 2,5 4   0,5 0 1 1,5 4 2 2,5 22,0

Bez- Mannschafts-Blitz in Sulzfeld - - - Bz-Schach-Tag 2008 S u l z f e l d Klaus Peter E. Bernd Stephan U´gb KSF 2 KSF 1 Waldb Sulzfd Wies´t Karlsb U´gb KSF 2 KSF 1 Wald Sulz Wie´tl Karls-bad Br P 0 1 1 0 0 0,5 1 0 0 0 0 1 0 1 5,5 Fuchs Werner Franz Eckl Widm. 0 0 0 0 1 1 1 0,5 0 0 0 1 1 0,5 6,0 Schnd Khalil Haas Kapfer Heilig 0 0 0 0 0 0 1 0 0 1 0,5 1 1 1 5,5 Schork Zim-ma Bach Hagen Martus jun. jun. 0 0 0 0 1 1 1 0 0 0 1 1 0 0 5,0 Summe 0 1 1 0 2 2,5 4 0,5 0 1 1,5 4 2 2,5 22,0 5.Platz unter 8 Mannsch. 14.09. 2008 Tabelle mit 17 Spalten bg- ___ M – Wertung nach 3-Punkte-Regel für Sieg. 14.09.08 10 h bis 13 h - - - - Unsere Leistungen zeigen ein geschlossenes Bild: Abweichungen vom Mittelwert waren minimal. - Darstell. durch Browser verdorben.


Rangliste 2008/2009

Rang Name, Vorname DWZ Pass
1 Saile, Jürgen 1965 10406-113
2 Meijer, Daniela   10406-122
3 Habel, Peter 1615 10406-031
4 Zeier, Klaus 2060 10406-146
5 Ewald, Peter 2018 10406-160
6 Zeier, Robert 2076 10406-920
7 Giacomelli, Bernd 2036 10406-164
8 Köster, Peter 1998 10406-166
9 Gassner, Michael 2028 10406-162
10 Ripp, Dirk 1944 10406-120
11 Fischbach, Gerald 1861 10406-161
12 Kayser, Michael 1820 10406-139
13 Bauer, Jan 1800 10406-135
14 Kuglstatter, Andreas 2010 10406-054
15 Fischbach, Alexander 1851 10406-168
16 Teutsch, Michael 1700 10406-057
17 Schade, Stephan 1659 10406-109
18 Meseck, Marius 1745 10406-137
19 Gassner, Ralf 1682 10406-163
20 Terzis, Vassilios 1640 10406-115
21 Walther, Michael 1592 10406-132
22 Gröning, Johann 1604 10406-170
23 Buggle, Christian 1466 10406-174
24 Ihrig, Jan 1559 10406-145
25 Majewski, Helmut 1651 10406-126
26 Borel, Heinz 1657 10406-159
27 Neumaier, Andreas 1653 10406-038
28 Kleppe, Ingolf 1671 10406-124
29 Menzel, Lorenz Walter 1669 10406-102
30 Schneider, Werner 1577 10406-019
31 Härdle, Walter 1556 10406-007
32 Liedhegener, Andreas 1482 10406-034
33 Merkle, Oliver 999 10406-180
34 Bantle, Tobias 1193 10406-176
35 Reinhardt, Felix 1144 10406-172
36 Zind, Oliver 1478 10406-041
37 Frey, Stefan 1180 10406-147
38 Löffel, Helmut 1201 10406-010
39 Aufmkolk, Jonas   10406-922
40 Pollandt, Tim   10406-923
41 Crone, Michael   10406-921
42 Weiß, Günter 1341 10406-167
43 Dunsche, Johannes 972 10406-171
44 Dunsche, Anton   10406-917
45 Schneider, Siegfried 1506 10406-018
46 Winterstein, Thomas 1441 10406-116
47 Mußgnug, Hermann 1387 10406-013
48 Soucek, Roman 1324 10406-157
49 Schrimm, Volker 1129 10406-165
50 Bardon, Dominik   10406-918
51 Gleich, Bernhard   10406-005
52 Lesser, Richard   10406-177
53 Lesser, Ursula   10406-178
54 Müller, Andreas   10406-919
55 Wittum, Michael   10406-155

Mannschaftsführerschulung im Bezirk Karlsruhe, Schöneck, 16.08.2008

 Mannschaftsführerschulung   im Bezirk Karlsruhe, Schöneck,   16.08.2008 durch Dr. Holger Moritz     (Mitw.:  Volker Widmann,  Andreas Liedhegener)
Auszug  aus der  etwa vierstündigen Veranstaltung,      Bernd Giacomelli,   SV Pfinztal Grundlagen:    die  FIDE – Regeln von 2005    und  die TO des BSV.
 

Die Mannschaftsführer der Heimmannsch.  in Baden haben zwei Aufgaben: 
1.) Führung der M.,  
2.)   Schiedsrichter  und damit unparteiisch zu sein!    Letztere Aufgabe soll hier erläutert werden.  Zuvor  der Hinweis:   die Heimmannschaft  bestimmt den Sch.;  dazu kann auch  der  MF des Gegners bestimmt werden! 

- Zeitnotphase:   die Dramen beginnen meist  in der vierten Stunde.  Genau dann ist auch der mitspielende  MF  in  Zeitnot.  Er kann sich  - für eine Stunde -  entlasten durch einen Hilfs- Schiedsrichter.   (Das Anhalten der Uhr  für diese Funktion   ist nicht erlaubt  in Baden)
Der Sch. schreibt mit, wenn beide Spieler  die Notation einstellen.   Befindet sich nur einer in Zeitnot, während der andere korrekt schreibt,  so bedarf es des Eingreifens des Sch. nicht. 

 

- Technik der Notation:   der Verlauf der Partie beschleunigt sich,  der Sch. hat Mühe mitzukommen.  Der Sch. beschränkt sich  auf die Schwarzzüge, dann auf die Anfangsbuchstaben der Figuren,  dann strichelt er.  -  Er darf trotz größter Hektik  und entgleitendem Überblick  nicht die Uhr anhalten,  um seine Notation zu ergänzen!  

- Info:   Vor Vollendung des 40. Zuges  (nach seiner Mitschrift)  gibt er keine Info,  dass die Zeitkontrolle noch droht.   Nach Vollendung des 40. verlässt er das Brett nicht sofort -  aus dem gleichen Grund. 

- Info durch den Gegner?   wenn der Spieler sich an seinen Gegner wendet w/ Zügezahl, dann darf dieser lügen! 

- Nach Zeitkontrolle:   Hat einer der Spieler die Zügezahl  nicht erreicht, so liegt ein Regelverstoß vor (ZÜ) und der Sch. erkennt auf Verlust.-   Er hält die Uhr an,  wenn beide die Notation ergänzen müssen.  -  Die Notation ist Eigentum des Veranstalters und muss dem Sch. oder dem Gegner zur Verfügung gestellt werden!
 

- Unvollständige Notation aller Beteiligten:  8.5 c   Um zu erkennen, dass 40 Züge erreicht sind, bedarf es   der  Rekonstruktion!   Die Rekonstruktion   muss auf einem andern Brett vorgenommen werden.  Es ist sicher zu stellen, dass  das Partiebrett unberührt bleibt!   Es enthält die letzte bekannte Stellung!
 

- Vorbereitung der Zeitnotphase:   der Sch. notiert sich alle 30 min  die Zeiten, um früh die Zeitnot-Kandidaten zu erkennen.       (Für einen MF nicht üblich,  kann sich jedoch aus andern Gründen als nützlich erweisen!)
 

- ZÜ  ohne Beteiligung des Sch.:    wenn beide Blättchen vor dem vollendeten 40. Zug fallen ohne dass bekannt ist, welches zuerst gefallen ist,  dann wird die Partie fortgesetzt.   Mit dem Zug laut Notation,  er wird nicht umgedeutet als 41. Zug.  Z.B.  bleibt der 38. Zug der 38. Zug!    In diesem Fall   bleibt  die   Zeitüberschreitung  ohne  Folgen!
 

- Notation des Spielers:    die Reihenfolge ist vorgeschrieben:   erst ziehen, dann notieren!   8.1  Wegen  der  Mogelmöglichkeiten,  von denen jeder Schiedsrichter  ein Lied singen kann. 
 

- Warnung des Gegners:    jeder Spieler kann in solchen Fällen (erst  Notation) den Gegner selbst warnen.  Wenn er den Sch. nicht informiert, dann hat das den Nachteil, dass der Sch. nicht mitzählt.  Die dritte Verfehlung in gleicher Sache  (nach Ermahnung durch den Sch.)  zieht gewöhnlich eine Strafe nach sich.
 

- Streitfall mit Protest:   der Sch. trifft vor Ort eine Entscheidung, so dass auch das angefochtene Ergebnis im Spielbericht steht,  vorläufig.   (Also  nicht   3,5 : 3,5)  
 

- Streitfall:    die Spieler pöbeln sich an.    Der Sch. kann beide mit Verlust bestrafen!
Reklam. der Stellungswiederholung:   der Reklamierende irrt sich -  Zeitstrafe  (-3min, + 3min)

 

- Technik der Zeitstrafe:     wer digitale Uhren einsetzt,  muss  auch bei dieser Technik eine Zeitstrafe ausführen können.  Die SILVER – Uhr ist problembehaftet von den Werkseinstellungen her. -     Pochmann:    man überträgt  auf mechanische Uhr!
 

- Hilfe holen:    jeder Spieler hat das Recht, den Schiedsrichter zu Hilfe zu holen und dazu die Uhr abzustellen.  Z.B. Umwandlungsfigur  nicht zur Verfügung. -  Ältere Spieler haben fest im Gehirn eingebrannt:   wer die Uhr anfasst,  hat verloren!    (Hier gilt es, Hemmungen  abzubauen!)
 

- Spieler bittet  MF,  Remis annehmen zu dürfen.   Muss MF sich gleich entschließen oder darf er von Brett zu Brett wandern?   Nein,  er muss gleich antworten.
 

- Spieler erhält R –Angebot unter einer Bedingung  (Ich gebe Remis, wenn am Nachbarbrett …) Er kann dieses Angebot  annehmen,  (obwohl nicht korrekt) - oder ablehnen. 
 

- Willensäußerung   muss eindeutig sein.  Händedruck am Ende ist  mehrdeutig. - Aufgabe oder Remis?  Danach haben sich schon Großmeister gestritten!   Also sollte man formulieren:  „ich gebe auf!“    und stellt die Uhr ab. 
 

- Ungefragtes Vorsagen:   bzgl.  Uhr oder Stellung.   Man unterscheidet zwei Fälle:  V. aus dem Kreis der Mannschaft   = a),     aus dem Kreis der Zuschauer  = b). 
a)  Spieler und Mannschaft  werden als ein Mensch gewertet. Das war unerlaubte Hilfe, - Verlust.
b)  der Zuschauer  oder Ersatzspieler   wird des Turnierareals  verwiesen.

 

- Handy:   12.2    ein Handy ist ein Kommunikationsmittel, ein verbotenes.  Das Handy muss unhörbar  und unsichtbar sein!     Im Wesentlichen wird nicht die Störung, sondern  die Betrugsmöglichkeit bewertet.
 

- Kampflos?    Beide müssen einen Zug  gemacht haben,  dass die Partie als begonnen gilt.  Also gilt 1. d4 - -   als  o.K.     1.d4  d5  - -   als Remis oder Aufgabe   im Sinne der DWZ  

 – Ordnung. 
- M –Aufstellung:    Mindestens die Hälfte der Spieler (4 von 8) muss antreten, damit die Spielberechtigung eintritt.  Bei Spielbeginn (das kann auch  9:15 h  oder 10: 20 h sein) muss M –Aufstellung vorliegen  und  Spieler müssen anwesend sein.    Später Eintreffende sind  nicht spielberechtigt.

 

- Unvollständige Mannschaft:    treten z.B.  6 von 8 an.  so ist ein Freilassen der Bretter nur von hinten erlaubt. – Allerdings ist ein Freilassen vorne  wie folgt möglich:  der Spieler an Brett drei hat sich geärgert, dass er aufgestellt wurde, nimmt Platz und verlässt dann den Saal,  adieu,  ohne einen Zug zu machen   =  kampfloser Verlust  vorn,   was eine Geldbuße nach sich zieht.-
 

- Begriff des Spielbeginns:    nicht das Ingangsetzen der Uhren,  nicht 10 Uhr MEZ,  sondern das Antreten der Anwesenden unter Vorlage der  M –Aufstellung   gilt als Spielbeginn.
 

- Das Laufenlassen der Uhren vor Spielbeginn   ist eine Zeitstrafe  für  spät kommende Mannschaften,  falls nur  eine  M. sich verspätet.
 

- Begriff der Verspätung bei Heimmannschaften:   bei Heim  verschiebt sich der Begriff teils auf das Unterlassen,  die Spielmöglichkeit zu schaffen  (Öffnen des Lokals, Aufstellen der Bretter und Uhren).  Ein korrekter Heim –MF  wird seine Uhren  laufen lassen, während  Heim  Bretter aufstellt,  Uhren und Stühle holt.
 

- Beide M.  zu spät:    man wird für jede Mannschaft  den Abzug der Bedenkzeit ausrechnen und auf der Uhr ausführen.  Z.B.   Heim  hat Abzug  von 10 min,    Gast   hat Abzug von 15 min.
 

- Beide M.  treten korrekt an  …  der Bürgermeister  hält eine Rede von zehn min? …         …(wurde  nicht ausführlich beantwortet.   Ich würde das unter „Höhere Gewalt“ verbuchen)
Zum Verständnis dieser Vorgänge des Zuspätkommens einen Kommentar von Volker Widmann:  „nicht das Starten der Uhren ist  unsportlich,  sondern  das Spätkommen!“
 - Remis durch Reklamation:   Artikel 9.2    nach zweimaliger Stellungswiederholung ist man  am Zug.   Den geplanten Zug,  der zum dritten Mal  die Stellung aufs Brett bringt,  notieren  und den Schiedsrichter holen.   Wenn man sich geirrt hat,  dann  Zeitgutschrift  3 min  für den Gegner! 
Und Abzug von 3 min für den Reklamierenden, höchstens aber  die Hälfte der Restbedenkzeit.  Besondere Regel  für  ganz kurze Restzeiten!     Rest von einer Minute  bleibt unangetastet.
Dieses Notieren   ist die einzige Ausnahme von der Regel, dass die Ausführung des Zuges zuerst erfolgen muss!

 

- Reklamation wegen Untätigkeit:   Remis kann man beantragen in den letzten zwei Minuten der Endspurtphase   a)  bei Anwesenheit eines neutralen Schiedsrichters,   Artikel  10.2    (Oberliga),
b)  bei  Abwesenheit  eines neutralen Schiedsrichters,   Anhang D 1    =  Normalfall im Bezirk.
b)  es wird schriftlich eingereicht an den BTL oder RTL   und aus der Vergangenheit beurteilt.

- Dies sind zwei Beispiele für  Rechte des Spielers.  Der MF = Sch.  darf  nicht mal in der Weise eingreifen, dass er dem Spieler sagt, dass er  in dieser Endspurtphase dieses Recht hat!  Obwohl der Sch. weder über Uhr noch Züge noch Stellung  ein Urteil abgeben würde.  
Der Spieler kann also seine Chancen nur wahrnehmen,  wenn  er die Schulung durchlaufen hat.
 - Anwesenheit:  12.5  wer am Zug ist, darf den Raum nicht verlassen.  - Problem: wie gehe ich aufs Klo,  wenn der Gegner  unverzüglich zieht?  -    Dem Sch. ankündigen, dass  man aufs Klo geht.
 

- Ende der Partie:     Ergebnis  durch  beide Unterschriften bestätigen!
- - - - - - - - - - - - - -
Andreas Liedhegener      im Rahmen der   Spielberichte und Berichterstattung: - Fehlerhafte  Mannschafts-Aufstellung
Zwei benachbarte Spieler tauschen ihren Platz.    Wirkung auf das  M.-Ergebnis:    der zu tief sitzende Spieler  hat verloren,  selbst wenn er gewonnen hat.
Wirkung auf die DWZ – Auswertung:    die DWZ – Wertung  bleibt unberührt davon,  an welchem Brett  er gespielt hat.   Sieg  wird als Sieg gewertet.  Für fehlende Kontrolle durch den MF  muss er nicht büßen. –
 Insgesamt    34  Punkte
3. Fassung
  


Protokoll der Jahreshauptversammlung 2008 Jahreshauptversammlung 2008 der
Schachvereinigung Pfinztal e.V.
am 12. Juli 2008

Der amtierende 1. Vorsitzende Helmut Majewski eröffnet die
Jahreshauptversammlung um 17.50 Uhr. Nach Begrüßung aller Anwesenden und des
Vertreters der Presse, entschuldigt sich er über die nicht verschickte
Einladungen per Post an die Mitglieder, die keine Emails besitzen, da der
Schriftführer fälschlicherweise nur per Email die Einladungen verschickt
hatte. Anschließend berichtet er über positive Aspekte wie Aufstieg der 1.
Mannschaft von der Landesliga in die Verbandsliga Baden Nord und appelliert an
die Geschlossenheit der Mannschaft für weiteren Aufstieg. Bei der 2.
Mannschaft bemängelt er den Zusammenhalt, der sich im Einsatz vieler Spieler
während des Saisons widerspiegelt. Für die 3. Mannschaft sprach er Lob aus, da
diese mit dem "Rest" der vorhandenen Spieler auskamen und Vizemeistertitel der
C2-Klasse holten. Besonders erfreuliche Nachricht galt der Bereitschaft von
Dirk Ripp, der endlich wieder ein Jugendtraining aufleben ließ.
Danach bat er alle Anwesenden mit einer Gedenkminute des verstorbenen
Vereinsmitgliedes Gerhard Rude, unseren dritt letzten von neun
Gründungsmitgliedern, zu gedenken.

Nun berichtet der 1. Mannschaftsführer Klaus Zeier über den größten Erfolg seit
der Fusion von Berghausen und Söllingen und bedankt sich für die
Einsatzbereitschaft und die hervorragende spielerische Leistung aller 10
eingesetzten Spieler.
Danach berichtet der 2. Mannschaftsführer Vassilios Terzis anhand der Tabellen
und Statistiken über versäumte Punkte und bemängelt die fehlende
Motivation der Mannschaft, die insgesamt mit 13 Spielern nur wenige
Stammspieler aufwies.
Der Bericht des 3. Mannschaftsführers Andreas Liedhegener fiel trotz der hohen
Spielerbeteiligung (11 insgesamt) positiv aus und lobte die starke Leistung
der Mannschaft, die als Tabellenzweiter den Aufstieg in die B-Klasse geschafft
haben.

Gleich im Anschluß informiert der Kassierer Andreas Liedhegener über die
Umsätze und Vermögen der Vereinskasse und geht kurz auf die Details der
Ausgaben und Einnahmen ein.

Anschließend verliest Schriftführer Johann Gröning das Protokoll der
Generalversammlung vom Vorjahr.

Nun ergreift das Wort der 1. Vorsitzender stellvertretend wegen der Abwesenheit
des Turnierleiters Bernd Giacomelli und berichtete über Vereins interne und
externe Turniere. Dabei werden ausführlich die Turnierteilnahmen und Erfolge
von Vereinsmitglie-dern erwähnt.

Im Anschluß bemängelt der Kassenprüfer Vassilios Terzis die schlechte Qualität
der Belege und apelliert an alle Anwesenden sorgfältiger mit Belegen
umzugehen, damit die Kassenprüfung etwas unkomplizierter ablaufen soll.
Anschließend wurde der Kassierer einstimmig entlastet.

Anschließend bot der 1. Vorsitzende die Übernahme der Wahlkommission Oliver
Zind an und bedankt sich bei ihm im Namen aller Mitglieder für die Spende
bezüglich des Aufstieges der 1. Mannschaft.

Die anschließende Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig und es wurden
Neuwahlen durchgeführt:
- 1. Vorsitzender: Helmut Majewski einstimmig mit eigene Enthaltung für 2 Jahre gewählt
- Kassierer: Andreas Liedhegener einstimmig mit eigene Enthaltung für 2 Jahre gewählt
- Schriftführer: Johann Gröning einstimmig mit eigene Enthaltung für 1 Jahr gewählt
- Jugendleiter: Dirk Ripp einstimmig mit eigene Enthaltung für 2 Jahre gewählt
- Kassenprüfer: Vassilios Terzis und Peter Köster (nicht anwesend) einstimmig gewählt für 2 Jahre

Im Anschluß führte Andreas Liedhegener stellvertretend die Ehrung der besten
Spieler aller Mannschaften durch. Danach ehrte 1. Vorsitzender mit einer
Urkunde die besondere Leistung des 1. Mannschaftsführers und ehrte unter
anderem auch die hervorragende Arbeit des Pressewarts.

Am Ende der Generalversammlung wurde noch ausführlich über den Vorschlag von
Anton Dunsche diskutiert, dass Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr
beitragsfrei im Verein integriert werden sollen.

Helmut Majewski beendet um 19 Uhr die Versammlung.


Spielplan 08/09

1. Runde   Spieltag: 28.09.2008   

SV Pfinztal e. V.

SC Untergrombach 46   2

SF Neureut 1953 e.V.   2

SV Pfinztal e. V.   2

SK 1926 Ettlingen   4

SV Pfinztal e. V.   3

2. Runde   Spieltag: 12.10.2008   

SV Hockenheim   2

SV Pfinztal e. V.

SV Pfinztal e. V.   2

Schachfreunde Malsch

SV Pfinztal e. V.   3

SABT Post Südstadt Karlsruhe   2

3. Runde   Spieltag: 02.11.2008   

SV Pfinztal e. V.

Karlsruher SF 1853 e. V.   2

SK 1929 Jöhlingen   2

SV Pfinztal e. V.   2

SC Waldbronn   2

SV Pfinztal e. V.   3

4. Runde   Spieltag: 30.11.2008   

SV Pfinztal e. V.

SK 1962 Ladenburg   2

Karlsruher SF 1853 e. V.   6

SV Pfinztal e. V.   2

Karlsruher SF 1853 e. V.   7

SV Pfinztal e. V.   3

5. Runde   Spieltag: 11.01.2009   

SV 1947 Walldorf

SV Pfinztal e. V.

SV Pfinztal e. V.   2

Slavija Karlsruhe   3

SV Pfinztal e. V.   3

SC uBu Karlsruhe

6. Runde   Spieltag: 08.02.2009   

SV Pfinztal e. V.

Slavija Karlsruhe

SK 1926 Ettlingen   3

SV Pfinztal e. V.   2

spielfrei

SV Pfinztal e. V.   3

7. Runde   Spieltag: 08.03.2009   

SK 1879 HD-Handschuhsheim   2

SV Pfinztal e. V.

SV Pfinztal e. V.   2

SK Rheinstetten 1947

SV Pfinztal e. V.   3

SK Rheinstetten 1947   2

8. Runde   Spieltag: 22.03.2009   

SV Pfinztal e. V.

SK 1926 Ettlingen

SF Karlsbad   2

SV Pfinztal e. V.   2

SK Blankenloch 1947 e.V.   2

SV Pfinztal e. V.   3

9. Runde   Spieltag: 05.04.2009   

SK 1962 Ladenburg

SV Pfinztal e. V.

SV Pfinztal e. V.   2

SK Durlach   2

SV Pfinztal e. V.   3

SK 1947 Sulzfeld   3